Ganderkesee - Die Mindestkriterien sind laut Verwaltung schon jetzt übererfüllt: Am Sonntag, 15. September, wird Ganderkesee als dritte Kommune im Landkreis Oldenburg zur „Fairtrade Town“ ernannt. Wenn der Gemeinde auf dem Herbstmarkt vom Kölner Verein „TransFair“ die Zertifizierung überreicht wird, soll das möglichst öffentlichkeitswirksam geschehen: Was die Verwaltung und ihre Unterstützer für den Fairen Handel auf die Beine stellen, haben Christian Siedenstrang von der Wirtschaftsförderung und die Mitglieder der Steuerungsgruppe am Montag im Rathaus erläutert.
Kreisweit wurden bereits Wardenburg und Hatten für den Einsatz um den fairen Handel ausgezeichnet. „Bundesweit sind es aktuell rund 625 Kommunen, 631 Schulen und 27 Universitäten“, zählte Steuerungsgruppenmitglied Elke Mestemacher auf. In der Gemeinde beteiligen sich zehn Einzelhändler, das Hotel Backenköhler, die Bäckerei Meyer Mönchhof, das Seehus Falkenburg, die Melkhüser Kühlingen und Logemann sowie das Kornkraft-Bistro daran. Auch die örtliche Terre-des-hommes-Gruppe unterstützt die Ziele, zudem sind die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde und die katholische Gemeinde St. Hedwig neben der Schule am Habbrügger Weg und der Grundschule Lange Straße mit im Boot.
Die Zertifizierung wird begleitet von den bundesweit stattfindenden Fairen Wochen (13. bis 27. September).
Gegen Kinderarbeit setzt sich am Dienstag, 5. November, im Rathaus Pascal Masocha ein. Wann der Vortrag des Direktors der Koalition gegen Kinderarbeit beginnt, steht noch nicht fest.
Die Grünen regen an, dass künftig auch die Dienstkleidung und das Werkzeug der Freiwilligen Feuerwehren aus Fairem Handel bezogen werden.
Mit Aktionen für Nachhaltigkeit und zum Mitmachen werben bei dem am 15. September um 11 auf dem Marktplatz startenden Programm 13 Aussteller und Vereine. Siedenstrang: „Dabei sind auch der Weltladen, Terres des hommes und die VHS mit Café und einem 3-D-Drucker.“ Gesang gibt es von Jungen und Mädchen der Grundschule Lange Straße und von Schülern vom Habbrügger Weg. Auch eine Modenschau präsentieren die Förderschüler vom Habbrügger Weg.
Auch Bühnenprogramm
Das interkulturelle Bühnenprogramm gestalten ein DJ, ein Oud-Spieler sowie das Jazz-Quartett Flower-Street. Für orientalisches Flair sorgt eine Bauchtanzgruppe. Frauen der aramäischen Gemeinde bereiten Teigtaschen zu.
Den Abschluss soll eine „Offene Bühne“ bilden. Dazu werden laut Siedenstrang noch mutige Kleinkünstler gesucht. „Erlaubt ist alles außer politischen Auftritten“, erläuterte der Verwaltungsmitarbeiter.
Wer auftreten möchte, erreicht Christian Siedenstrang unter
