Ganspe - Drei Mal wöchentlich wird mit mundgerechten Stücken in der Grundschule Ganspe allen Kindern Lust auf Obst und Gemüse gemacht. Seit diesem Schuljahr gehört die Einrichtung zu den Teilnehmern des vom Land Niedersachsen und der Europäischen Union initiierten Schulobstprogramms, dass Schulen und Kindergärten seit 2016 die Möglichkeit bietet, für dieses Angebot kostenlos Obst, Gemüse und auch Milch zu beziehen.
Denn neben regelmäßiger Bewegung bildet ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung die Grundlage für die Entwicklung, das Wachstum und den Lernerfolg von Kindern, ist neben Schulleiterin Beate Petter auch Karin Logemann als Vertreterin des SPD-Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung überzeugt. Sie stattete der Grundschule einen Besuch ab, um einmal die „Schnibbler“ zu unterstützen, die morgens die wöchentlich frisch von einem Biohof gelieferten Vitamine als Pausensnack auf die Teller zu bringen.
Nur etwa ein Drittel der Mädchen und ein Viertel der Jungen im Alter zwischen sechs und elf Jahren nimmt täglich tatsächlich die empfohlene Menge von jeweils rund 200 Gramm Obst und Gemüse zu sich. Auffällig sei, dass Jungen weniger Obst und Gemüse als Mädchen essen, so die Erfahrung.
Der Grundstein für gesundheitsfördernde Essgewohnheiten sollte schon früh gelegt werden. Und dazu gehört, den Tag mit einem Frühstück zu beginnen. Doch von den von Betreuungskräften werde leider beobachtet, dass Kinder immer häufiger ohne Frühstück und gesundheitsfördernde Vormittagsverpflegung los geschickt werden, bedauerte die Politikerin, die deswegen umso erfreuter über die Umsetzung des Programms in Ganspe war.
Doch allein mit der Obst- und Gemüselieferung ist es natürlich nicht getan. Damit die Kinder der sieben Gansper Klassen gerne zugreifen, muss der gesunde Pausensnack auch verzehrbereit sein. Reihum sollten Elternvertreter aller Klassen diese Aufgabe übernehmen. Verteilt auf viele Hände sei das morgens in der Schulküche dann eine schnelle Sache, so der Plan. Doch obwohl dieser Dienst so nur alle sieben Wochen anfällt, sei es aufgrund von Zeitmangel nicht immer leicht, genügend Freiwillige zu finden, bedauert Mutter Jacqueline Baumann, die schon oft morgens in der Schulküche stand. Schulleiterin Beate Petter hofft darum, dass sich vielleicht einige Bürger melden, die dienstags, mittwochs oder donnerstags morgens ab 7.50 Uhr Zeit haben, um das Projekt zu unterstützen.
