Augustfehn - Von sonntäglicher Ruhe war am Wochenende in Augustfehn nichts zu spüren. Hunderte hatten ihre Fahrräder aus dem Schuppen geholt, um an der Aktion der Werbegemeinschaft „Augustfehn macht mobil“ teilzunehmen. 33 Geschäfte, Betriebe und Dienstleister hatten zum „Tag der offenen Tür“ eingeladen. Die Kunden konnten sich über die Angebotsvielfalt informieren und gleichzeitig Stempel sammeln. Bis hin nach Augustfehn II führte die Route. Wer die meisten Stationen abgeradelt hatte, der konnte mit etwas Glück wertvolle Preise gewinnen.
Radfahrer, die mit roten Luftballons und vielen weiteren kleinen Präsenten unterwegs waren, bestimmten am Sonntag das Ortsbild. Unter den Teilnehmern war Reinhold Lübbe aus Augustfehn II. „Ich bin schon fast zwei Stunden unterwegs“, sagt er lachend und zeigt seine fast volle Stempelkarte. Ihm gefalle die Idee. „Das ist spitzenmäßig und mal was anderes“, findet er – auch wenn er das Sortiment der Geschäfte ja schon kenne.
Wie dem Augustfehner erging es am Sonntag vielen Einheimischen. Sie waren im Sammelfieber und auf der Jagd nach Stempeln. Davon profitierte auch der Außenbereich. „Wir haben hier eine Menge Zuspruch“, erzählt Marion Ripken vom Ansturm in der Backstube in Augusfehn II. Zwei Jungs hätten daraus sogar einen Wettbewerb gemacht – wer als erstes seine Karte voll hat, gewinnt.
„Als wir geöffnet haben, waren die ersten Kunden schon da. Es machen alle Altersgruppen mit“, hat Sonja Weelberg, Angestellte eines Uhrengeschäfts in Augustfehn I, beobachtet. „Ich finde die Aktion toll. Das gute Wetter hilft natürlich.“
Viele Händler hatten sich besondere Aktionen überlegt. Beim Geschäft für Heimtierbedarf gab es unter anderem ein Schätzspiel. Wer die richtige Anzahl von Trockenfutterstückchen nennen konnte, hatte die Aussicht auf einen Warengutschein. Auch eine Rechtsanwältin hatte vor ihrer Kanzlei einen Stand aufgebaut und warb für das außergerichtliche Schlichtungsverfahren Mediation.
Die Aktion der Werbegemeinschaft war selbst in Westerstede auf Interesse gestoßen. „Uns hat eine Kundin angesprochen, die wusste allerdings mit dem Flyer nichts anzufangen. Vielleicht müsste man den beim nächsten Mal etwas anders gestalten“, rät Heidi Prüsener, Angestellte eines Schuhgeschäfts.
Einig waren sich die Geschäftsinhaber jedoch alle: Die Resonanz auf die Aktion war riesig.
