GARNHOLT - An die Malaktion erinnert sich Svenja Oltmanns gerne. Eine lange Papierrolle sollte mit Fingerfarben bemalt werden, irgendwann setzte Salsamusik ein, jeder bemalte jeden und am Ende entstand ein Kunstwerk mit vollem Körpereinsatz. Die Malaktion gehört für sie zu den Höhepunkten des Jugendcamps, dass die 20-Jährige selber organisiert hat.

25 Jugendliche aus Italien, Rumänien, der Slowakei und der Türkei hat Svenja zu sich eingeladen. Zusammen wurde gearbeitet, gestaltet, und gefeiert. Weg vom übermäßigen, unkritischen Medienkonsum und zurück zur Natur war das Motto.

„Es war total super“, zieht Svenja Oltmanns Bilanz. „Wir sind wie eine große Familie, alle helfen allen.“ Und das obwohl sich die Jugendlichen vorher untereinander nicht gekannt hätten. Das Miteinander habe gut funktioniert, auch die Sprache sei keine Hürde gewesen.

Einen ebenfalls guten Eindruck habe auch der Mitarbeiter der Nationalagentur in Bonn bekommen, über die Svenja Oltmanns Projekt lief. Er hatte das Projekt begutachtet. „Er war total begeistert“, erzählt sie freudig. Das Jugendcamp solle nun als bestes Projekt bei der Organisation nominiert werden. Besonders gefallen hatte dem Mitarbeiter, dass alle Teilnehmer auch erschienen sind. „Nur bei fünf Prozent aller Projekte kommen alle“, weiß Svenja Oltmanns.

Die vielen Aktionen, von Töpfern bis Filzen, fordern allerdings ihren Tribut. Langsam lässt die Energie nach, sagt Svenja Oltmanns. Davon war an dem offenen Abend aber wenig zu spüren: Bei Livemusik von Svenjas altem Gitarrenlehrer Manuel Bunger feierte die Gruppe ein großes Sommerfest. Gekocht hatten die Jugendlichen selber, auch das habe wunderbar geklappt. Während des Festes wurden auch die Ergebnisse der Aktionen vorgestellt: Blumen aus Filz und kreative Bilder.