GARREL - 49 Jahre in der Mission auf der indonesischen Insel Flores, wohin er auch in Kürze zurück kehren wird, aber zur 50. Wiederkehr seiner Priesterweihe weilt er in Beverbruch: Pater Josef Wiese hat am Sonntag in der Josefkirche sein goldenes Priesterjubiläum mit einem Dankgottesdienst gefeiert.
Pastor Paul Horst hatte den Jubilar und viele Gläubige begrüßt. Er freute sich besonders, dass so viele Geistliche der Einladung gefolgt waren, darunter Pater Ulin Agan aus St. Augustin, Pfarrer Hermann Peters aus Dortmund, ein langjähriger guter Freund des Jubilars und Pfarrer Alfons Diekmann. Unter den Gästen waren des Weiteren Josef Mayhaus und Aloys Bornhorst.
Wiese, seit 2001 emeritiert, widmet sich auf Flores der Exerzitienseelsorge. In den vielen Jahre davor hat Wiese drei Pfarreien aufgebaut, und zehn Kirchen sind entstanden. Sein Herz schlägt nach wie vor für die Mission und ihre Aufgabe, den Menschen die frohe Botschaft und damit Gott näher zu bringen. Ethische Werte ohne Glauben – das geht für Wiese nicht.
Nach dem Besuch der Volksschule in Beverbruch, dem Gymnasium in Cloppenburg, der Missionsschule in St. Arnold bei Rheine und dem Missionsgymnasium in Bad Driburg schloss sich das Studium im Missionspriesterseminar in St. Augustin an.
Am 1. Mai 1961 legte Wiese das Ewige Gelübde in der „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“ ab und erhielt seine Missionsbestimmung für Indonesien. Am 29. Oktober 1961 wurde Wiese durch den Apostolischen Nuntius in der Bundesrepublik Deutschland, Kardinal Corrado Bafile, zum Priester geweiht. Am 15. August 1962 kommt er in Indonesien an.
„So lasst uns nun Gott feiern, der unseren lieben Jubilar Pater Josef Wiese zum Ordensmann und Priester berufen hat, damit wir gemeinsam das tun, was unsere höchste Ehre ist: Gottes Wort zu hören und sein Sakrament zu empfangen“, schloss Horst.
Wer gerechnet hat, wird feststellen, dass noch nicht exakt 50 Jahre seit der Priesterweihe vergangen sind. Wegen seiner ablaufenden Aufenthaltsgenehmigung muss er Anfang August nach Indonesien zurückkehren und eine neue beantragen. Dann wird er dort wieder seine Arbeit aufnehmen. Die Entscheidung, in die Mission zu gehen, hat er nie bereut.
