GARREL - „Letztmalig hat die Gemeinde Garrel 1995 einen Landessieger des Handwerks für seine Leistungen geehrt“, stellte Bürgermeister Andreas Bartels (CDU) bei einer Feierstunde am Freitag, 22. Januar, im Rathaus nach einem Blick in die Annalen fest. Doch die lange Zeitspanne wurde allein schon dadurch aufgewogen, dass Bartels bei der Neuauflage einer Veranstaltung dieser Art die Gelegenheit wahrnahm, und gleich zwei Landes- und Bundessieger im praktischen Leistungswettbewerb der Industrie- und Handelskammern auszeichnete.

Urkunde und Präsent

Mit den Worten „die Gemeinde Garrel ist stolz auf sie“ überreichte er Barbara Crone und Simone Blömer jeweils eine Urkunde sowie ein Präsent als Erinnerung. Die beiden jungen Frauen haben ihre Prüfungen als Chemielaboranten 2008 beziehungsweise 2009 als Landesbeste in Niedersachsen und mit dem gleichen Ergebnis auch auf Bundesbeste bestanden.

Blömer kommt aus Falkenberg, Crone aus Tweel. Beide haben ihre Ausbildung bei der Landwirtschaftlichen Untersuchungs- und Forschungsanstalt (LUFA) Nord-West absolviert. Zur Ehrung hatten es sich LUFA-Leiter Dr. Franz-Peter Engeling und Ausbildungsleiter Henning Schnitger nicht nehmen lassen, ihre „Vorzeigeazubis“ zu begleiten.

Blömer begann ihre Lehre als Chemielaborantin 2006. Dank ihrer guten Leistungen konnte sie die Prüfung bereits nach drei Jahren ablegen. 2009 erhielt sie eine Urkunde von Bundespräsident Horst Köhler.


Crones Lehrzeit bei der „LUF“ begann 2005. Auch in ihrem Fall führten sie heraus ragende Prüfungsergebnisse zu einem Sieg auf Landeebene, und im Bund.

Begegnung mit Prominenz

Die entsprechende Urkunde nahm sie aus der Hand von des ehemaligen Bundesarbeitsministers Olaf Scholz entgegen. Inzwischen studiert Crone an der Westfälischen-Wilhelms-Universität in Münster.

Sportler oder Ehrenamtliche erhalten oft Auszeichnungen durch ihre Heimatgemeinden. Garrel hat den Kreis Geehrter 2010, nach 15 Jahren Atempause, erweitert, und Leistungen ehemaliger Auszubildender gewürdigt. Nun gibt es Landes- oder Bundessiege, und dies im Fall der zwei jungen Frauen gleich im Doppelpack, nicht alle Tage. Eine Feier im Rathaus bietet da den richtigen Rahmen für ein derartiges Ereignis. Vielleicht findet sich auch ein Platz für ein Erinnerungsfoto. Das könnte Ansporn für mehr „Azubis“ zur Teilnahme an Leistungswettbewerben der Kammern sein.

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