GARREL - Der Garreler Gemeinderat hat sich in seiner Sitzung am Montagabend im Rathaus dafür ausgesprochen, den Zuschlag für die Konzessionsverträge für Strom und Gas an die Energienetze Nordwest GmbH (ENW) zu vergeben. Außerdem nahmen die Ratsmitglieder zufrieden zur Kenntnis, dass in der Gemeinde zum nächsten Kindergarten- und -krippenjahr alle Anträge befriedigt werden können. Darüber hinaus wird an einem Kindergarten und an einer Krippe im Ort Garrel eine Ganztagsbetreuung bis 16 oder 17 beziehungsweise bis 14 Uhr aufgebaut.
Trotz des Zuschlags an die ENW, die von den 13 Kommunen im Landkreis Cloppenburg eigens zu diesem Zweck gegründet worden war, „sind noch alle Türen offen“, sagte Martin Ahrling, Fraktionschef der CDU. Die Netzsicherheit habe oberste Priorität, „aber wir müssen das Ding durchziehen und die Preise prüfen“.
Der allgemeine Tenor im Rat war, dass man gerne mit der EWE weitermachen wolle, aber der Energieversorger, der 20 Jahre mit den Kommunen im Landkreis zusammengearbeitet hat, bewege sich nicht genügend. „EWE hat einen guten Job gemacht, aber wir müssen die Wirtschaftlichkeit prüfen und wollen mehr verdienen“, brachte Bürgermeister Andreas Bartels die Sache schließlich auf den Punkt.
Erst nach dem Zuschlag der Kommunen an die ENW, für den es ein Sonderkündigungsrecht bis zum 30. Juni 2013 für den Fall gibt, dass die Kommunen keine Lösung finden, wird die EWE ihren Preis für eine dann erforderliche Übernahme des Netzes durch die ENW nennen.
Unterdessen hat die EWE den Kommunen offenbar den Vorschlag unterbreitet, Anleihen am Netz zu kaufen und später selber Anteile erwerben zu können. Das werde zurzeit geprüft, bestätigte Bartels.
