GARREL/LöNINGEN - Auch wenn der Winter noch nicht so richtig im Oldenburger Münsterland Einzug gehalten hat: Die kalte Jahreszeit kommt – und mit ihr kommen erhöhte Heizkosten.
Da macht man sich Gedanken, wie gespart werden kann, und das erst recht, wenn man Gebäude-Energieberater ist. So auch die beiden Bezirksschornsteinfeger Norbert Budde (Beverbruch) und Markus Popp (Löningen), die jetzt eigens einen Spezial-Lehrgang abgeschlossen haben und zertifizierte Thermografiker sind.
Thermografik – die Sichtbarmachung von Temperaturen im Infrarotbereich – ist nicht mehr ganz neu, aber wirksam, wenn man es denn richtig macht, so Budde und Popp. „Einfach hingehen und fotografieren, das geht nicht“, kritisieren sie das „Point-and- shoot-Verfahren“ (anvisieren und fotografieren). Das gebe zwar beeindruckende Bilder, aber die seien keineswegs interpretierbar. Aber auf die Interpretation komme es an.
Wenn ein Haus energetische saniert werden soll, sei eine thermografische Analyse grundsätzlich sinnvoll. Dazu gehöre ein Vorgespräch, in dem viele Details abgeklärt werden müssen. Zum Beispiel müsse das Haus gleichmäßig beheizt sein, so Popp und Budde. Es sollte klare Luft herrschen und am besten schön kalt sein, damit es einen Unterschied in den Außen- und Innentemperaturen gibt. Erst dann könne die Wärmestrahlung mit Hilfe von Temperaturskalen gut sichtbar gemacht werden. Im Sommer würden sich Thermografien aus diesem Grunde weniger empfehlen.
Insbesondere bei Fragen der richtigen Dämmung sei eine Thermografie anzuraten, sagen Budde und Popp. Aber auch bei Schimmelbildung könnte dieses Verfahren helfen. Es mache nämlich auch sichtbar, wenn irgendwo falsch gedämmt worden sei.
Eine systematische Thermografie mit eingehender Analyse sei allerdings nicht ganz billig. Zwischen 250 und 500 Euro müsse man schon kalkulieren.
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