GARREL - 27 Heimatfreunde haben sich am Sonnabend beim Schäfer am Garreler Dorfplatz zur Radwanderfahrt des Heimatvereins eingefunden. Ziele waren das Hülsberger Moor bei Bösel, das Heimathaus, der Museumspark und Bauerngarten mit Brotbackhaus sowie die Böseler Kirche St. Cäcilia mit dem schönen Felsenbrunnen.
Der erste Stopp der rund 30 Kilometer langen Strecke wurde in Petersdorf eingelegt, wo man sich Kaffee und Kuchen schmecken ließ. So gestärkt ging die Tour vorbei am Moorgut Kartzfehn weiter zur Korsorsstraße, einer Allee, deren Bäume auf nicht abgebauten Moorflächen gepflanzt sind.
Im Vehnemoor empfingen der „Moorgeist“ Caspar Pleye und seine „Moorfee“ die Gruppe. Er gab allgemeine Erläuterungen zur Entstehung und Ausdehnung des Moores und zu Flora und Fauna. Um das Böseler Moordiplom zu erlangen, mussten die Garreler Heimatfreunde „bannig wat över sück ergaohn laoten: Törfstäken, Stäwelwietschmieten, Stockspringen un Mauerfüer drinken“. Schließlich wurde allen das Moordiplom überreicht.
Anschließend ging die Fahrt weiter zum Heimathaus und dem Museumspark „Am Pallert“. In den neu errichteten Nebengebäuden des Heimathauses befindet sich eine umfangreiche Sammlung alter landwirtschaftlicher Geräte und Haushaltsgegenstände. Außerdem wurden das Brotbackhaus und der Bauerngarten besichtigt.
Nach einer guten Stärkung im Heimathaus stand die Besichtigung der Kirche mit dem imposanten Felsenbrunnen auf dem Programm. Pastor Hubert Moormann gab Erläuterungen zu der Saalkirche, die über einem kreuzförmigen Grundriss errichtet wurde. Die Besucher waren von der nahezu vollständig erhaltenen neubarocken Ausstattung beeindruckt. Der Westturm stammt von 1877. Das ursprüngliche Kirchenschiff wurde 1960 durch einen Neubau erweitert.
Um einige Eindrücke reicher traten die Heimatfreunde die Rückfahrt nach Garrel an.
