Garrel - „Ihr könnt ziemlich sicher sein, dass in eurem Auto ein Teil unserer Firma verbaut ist“, sagte Franz Kurmann zur Begrüßung der Gruppe Mann ü 60. Über 40 Männer zeigten Interesse an dem Garreler Unternehmen „Kurmann Zerspanungstechnik“. Franz und Ina Kurmann, die mittlerweile von ihrem Sohn Niklas tatkräftig unterstützt werden, haben 1990 eine Firma in Cloppenburg gegründet. 2002 wurde der Firmensitz nach Garrel an den „Koppelweg“ verlegt.

Franz Kurmann schilderte seinen beruflichen Werdegang, der ihn als jungen Mann in den Iran, Irak und nach Ägypten führte. Außerdem war er in Papua Neuguinea als Entwicklungshelfer aktiv. Nach seiner Tätigkeit als Ausbildungsleiter für Metaller an der Kreishandwerkerschaft gründete das Ehepaar Kurmann die Firma für Zerspanungstechnik.

Etwa 15000 Artikel gehören zum Portfolio des Fachbetriebes. Geliefert wird an die Zulieferindustrie für die Autoindustrie, für den Maschinenbau und andere. Die Zulieferer sorgen dann dafür, dass einige Teile zurück nach Garrel kommen. Ein großer Abnehmer der Produkte aus Garrel ist ein Lkw-Hersteller, der pro Woche tausend Fahrzeuge baut. Um pünktlich liefern zu können, ist ein Drei-Schichtbetrieb nötig. Dokumentationen und Qualitätskontrollen haben einen sehr großen Stellenwert. Alle Werkzeuge für die modernen Maschinen werden entsprechend dem eigenen Bedarf nach eigenen Plänen in Garrel produziert.

Für die Qualität des Garreler Unternehmens, in dem bis zu einem hundertsten Millimeter genau produziert wird, spricht auch, dass Teile aus Garrel in der Rakete „Ariane 5“ und in der Raumstation „ISS“ verbaut sind. 40 Mitarbeiter beschäftigt das Unternehmen.

Bei einem Rundgang durch die Produktion erhielten die Männer einen Einblick in die Produktionsabläufe, in die Arbeit der computergesteuerten Maschinen und die Menge der Produkte. Den macht schon eine Zahl deutlich: Pro Monat fallen bis zu 50 Tonnen Späne beim Fräsen, Drehen und Bohren an, die verkauft werden und aus denen neuer Stahl hergestellt wird.