Bösel - Wenn der Landfrauenverein Bösel-Petersdorf einlädt, ist die Resonanz immer gut. So waren nun mehr als 80 Landfrauen in den Saal Albert Bley gekommen, um einen Vortrag zum Thema „Hereinspaziert – Dekoration im Wohngarten“ zu hören. Als Referentin wurde Ursula Kruse von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Bezirksstelle Meppen, gewonnen.
„In Deutschland gibt es rund 20 Millionen Gärten“, sagte die Referentin. Allerdings würden diese aufgrund der Grundstücksgrößen immer kleiner, im Durchschnitt umfasst ein Garten heute 345 Quadratmeter. „Die Größe spielt aber keine Rolle, es kommt darauf an, was man daraus macht“, motivierte Ursula Kruse. Wichtig sei, dass man sich darin wohlfühle.
Man unterscheide zwischen verschiedenen Gartentypen. Den Japangarten gibt es selten. Besonders als Vorgarten ist der Stein-/Kiesgarten beliebt. Von einem Wassergarten spricht man, wenn 85 Prozent der Gesamtfläche mit Wasser bedeckt sind. Der Bauerngarten ist zur Zeit durch den Buchsbaumpilz rückläufig. Etwa 85 Prozent der Gartenbesitzer schätzen den Englischen Garten (Cottage Garten). Aber: „Jeder Garten ist einzigartig.“
Die Gartendekoration sollte dem Gartentyp angepasst sein. Als Grundsätze gelten zum einen, Blickpunkte zu schaffen, zum anderen: „Weniger ist mehr.“
Für einen Vorgarten eigne sich eine Bank oder Sitzgruppe, um so ein Zeichen der Kommunikation zu setzen. Dekorationen aus Baumstämmen oder mit Birkenreisig seien sehr beliebt. Als Grundstücksgrenze empfiehlt sie eine Rotbuchenhecke, die das ganze Jahr über „nett aussieht“. Einen schönen Effekt als Dekoration hätten auch alte Gegenstände wie Bilderrahmen, Schuhe, Spiegel, Zinkbadewanne und andere „Trödelsachen“. „Jede Dekoration muss den Garten zum Leben erwecken“, so die Referentin. Ist der Garten groß genug, empfiehlt es sich, ihn in Räume einzuteilen. „Wichtig ist, dass man ein Garten mit Haus und nicht ein Haus mit Garten hat“.
