Wiesbaden - Der boomende Deutschland-Tourismus und die Konsumlust der Verbraucher haben Deutschlands Gastwirten das beste erste Halbjahr seit 2011 beschert. Bis Ende Juni setzten Gaststätten und Hotels preisbereinigt (real) 1,7 Prozent und nominal 4,3 Prozent mehr um als im Vorjahreszeitraum. Bessere Werte gab es laut Statistischem Bundesamt vom Montag zuletzt im ersten Halbjahr 2011 mit 3,2 Prozent (real) und 4,5 Prozent (nominal).
„Die Zahlen belegen einmal mehr: Gastronomie und Hotellerie bleiben markante Zugpferde für das Wirtschaftswachstum und den Arbeitsmarkt in Deutschland“, bilanzierte der Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes (Dehoga), Ernst Fischer. „Das gute Konsumklima, der anhaltende Trend, Urlaub und Kurzreisen in der Heimat zu verbringen sowie die ungebrochene Reiselust bei den ausländischen Gästen tragen zur ausgezeichneten Halbjahresbilanz bei.“
Für das Gastgewerbe war der Juni ein besonders starker Monat: Gaststätten und Hotels setzten nach Angaben des Bundesamtes real 4,6 Prozent und nominal 7,4 Prozent mehr um als ein Jahr zuvor. In realer Betrachtung war der Monat damit der beste seit Dezember 2011 (4,8 Prozent).
Dennoch: Die Branche fühlt sich belastet. Fischer verwies erneut auf „die Vielzahl der bürokratischen Belastungen und neuen Reglementierungen – ob neue Dokumentationspflichten im Zuge des Mindestlohngesetzes, Allergenkennzeichnung oder das starre Arbeitszeitgesetz“.
