Westerstede - Während auf den Fluren und in einigen Zimmern noch Handwerker bei der Arbeit sind, präsentieren sich die ersten Räume im Jaspershof bereits in neuem Glanz. Hier läuft derzeit der Umzug des Westersteder Stadtarchivs. Zweieinhalb Jahre hatten die ehrenamtlichen Mitarbeiter des städtischen Archivs ihr Domizil im ehemaligen Lehrerwohnhaus an der Schulstraße in Ocholt.
„Wir freuen uns auf die neuen Räume und darauf, dass das schöne Haus mit Leben gefüllt wird“, sagt Gudrun Lampe, hauptamtliche Archivkraft mit einem Strahlen im Gesicht.
Das Stadtarchiv erhält im Jaspershof, Seggeriedenweg 2, zwei Büroräume, einen Besucherraum, ein Rollregallager für die heimatkundlichen Akten sowie Sozialräume. Das Verwaltungsarchiv der Stadt Westerstede ist im Obergeschoss untergebracht.
Walter Stigge, zweiter Vorsitzender vom Förderverein des heimatkundlichen Stadtarchivs Westerstede, hat in Zusammenarbeit mit der Stadt die Planung übernommen. „Ich habe aufgezeigt, welchen Raumbedarf wir haben, und den Kontakte mit dem Bauamt der Stadt gepflegt“, sagt er.
Besonders das Lager benötigt Platz für 360 laufende Meter Rollregale. „Wir haben alles bestens hinbekommen, es war eine sehr gute Zusammenarbeit mit dem Bauamt.“ Gudrun Lampe hebt den unermüdlichen Einsatz von Walter Stigge hervor: „Er hat sich vorbildlich eingesetzt und sich immer gekümmert.“
Zum Team der ehrenamtlichen Mitarbeiter gehören Alfred Meyerjürgens, Berndt Erben, Jürgen Zaehle, Jutta Ehlers, Elisabeth Imhoff und Herbert Janßen: „Jeder hat seinen Schwerpunkt“, erzählt Herbert Janßen, der seit über 20 Jahren beim Stadtarchiv ist.
Mit der Einstellung von Gudrun Lampe als hauptamtlichen Kraft im Jahr 2005 haben die Helfer den gesamten heimatkundlichen Archivbestand digitalisiert: „Bei einem Stichwort weiß man so ungefähr, wo man suchen muss, aber die Recherche über den Computer ist schon sehr hilfreich.“
„In den Jaspershof passt das Stadtarchiv wunderbar hinein“, erzählt Walter Stigge mit einem zufriedenen Blick auf die Restarbeiten. „Wir hoffen, dass die Besucher uns hier rege aufsuchen und uns auch mit Material beliefern“, so Stigge. Bürger, die heimatkundliche Unterlagen in ihrem Bestand hätten, sollten diese keineswegs vernichten. „Wir sichten das Material auch gerne bei den Leuten zu Hause.“ Alte Fotos würden eingescannt, die Besitzer erhielten sie dann sofort zurück.
Das Stadtarchiv, das Unterlagen ab 1680 enthalte, berücksichtige auch das, was heutzutage geschehe. Alfred Meyerjürgens ist häufig mit Kamera unterwegs und fotografiert bauliche Veränderungen in der Stadt.
Das Archiv in Ocholt war am 4. August geschlossen worden und wird wird im Jaspershof am Dienstag, 1. September, eröffnet. Dann gelten wieder die regulären Öffnungszeiten: Jeden Dienstag und Freitag von 9 bis 12 Uhr.
