Jever - Die Stadt Jever will ihre allgemeine Leinenpflicht für Hunde auf keinen Fall aufgeben: Damit kein Hundehalter auf die Idee kommt, die Leinenpflicht wegzuklagen, soll eine Hundefreilauffläche eingerichtet werden. Auf dieser Fläche können Hunde frei laufen, ohne andere Menschen, aber auch Tiere zu stören.

Mehrere Flächen waren in den vergangenen Jahren bereits im Gespräch – und wurden verworfen. Nun haben Dietmar Rüstmann und Volker Bleck von der Stadtverwaltung gemeinsam mit dem Verein „Leinen los“ um Gisela Janssen und Jacqueline Schober in Frage kommende Flächen gesucht. Vier Flächen (siehe Infokasten) wurden jetzt im Fachausschuss vorgestellt.

Die von „Leinen los“ bevorzugte Fläche liegt An der Kleiburg: Sie ist gut erreichbar und liegt zugleich weit genug von Wohngebieten weg – damit dürfte es kaum Konflikte geben. Zudem gehören die 3,4 Hektar der Stadt, der Pächter kann gut darauf verzichten, berichtete Rüstmann.

Um aus den Wiesen eine Freilauffläche zu machen, müssten gut 47 000 Euro investiert werden in den Bau eines Parkplatzes und eines schmalen Fußwegs. Hinzu kommt ein gut 1,60 Meter hoher Zaun. Der ist notwendig, damit kein Hund weglaufen kann. Zuglauch verhindert er aber auch, dass sich Wildtiere auf der Fläche niederlassen – dass Hunde jagen ist nicht erwünscht. Der Zaun liegt bereits auf dem Bauhof und müsste dann per Hand aufgestellt werden.

„Das ist eine Minimallösung“, betonte Bleck: Sowohl Heiko Schönbohm (SWG) als auch Marianne Rasenack (SPD) und Beate Zielke (Grüne) nannten die Investitionskosten recht hoch. Bürgermeister Jan Edo Albers wies darauf hin, dass mit dem einmaligen Einsatz der Jahreseinnahmen aus der Hundesteuer – gut 60 000 Euro – alles finanziert sei. „Und als öffentliche Einrichtung muss die Hundefreilauffläche ordentlich gemacht sein“, sagte er.

Für die CDU steht außer Frage, dass die Stadt für die Kosten aufkommt. Nun wird in den Fraktionen weiter beraten.