100 Prozent „original Stallluft“ 20 Minuten lang zu inhalieren, setzt eine stabile Gesundheit mit funktionierenden Abwehrkräften voraus. Zum Schutz der fast 40 000 Hähnchen vor den Gefahren durch die Besucher wurden umfassende Hygienemaßnahmen bei den Besuchern durchgeführt (....).
Dr. Matthias Peiler vom Gesundheitsamt Landkreis Oldenburg warnte bereits vor vielen Jahren, dass besonders Kinder, Ältere und chronisch Kranke durch die Stallluft allein im Umkreis der Ställe gesundheitlich gefährdet sind. War unter den 700 Stallbesuchern kein „Mitglied dieser Risikogruppe” anwesend?
Atemschutz oder Gefahrenhinweise gab es offensichtlich nicht.
80 Prozent der Deutschen misstrauen laut einer Studie von Nestle der Nahrungsmittelindustrie und der Landwirtschaft. Nach dem Stallbesuch hatten 80 Prozent plötzlich eine positive Einstellung? „Die Tiere sahen In Ordnung aus [...] und machten einen ruhigen und zufriedenen Eindruck.“
Diese Beurteilungen bewegen sich auf Kita-Niveau, von den nachteiligen Realitäten meilenweit entfernt.
Parallelen zum Dieselskandal sind hier nicht zufällig wieder zu finden. Auch dort wurde und wird die Bevölkerung systematisch hinter das Licht geführt; und das mit staatlicher Unterstützung. Das „Fahrverbot” für Ställe mit Massentierhaltung ist längst überfällig!
