Oldenburg - Es sind immer wieder gefährliche Situationen, die durch üppige Hecken verursacht werden, auf die die besorgten Bürger für die NWZ -Aktion „Sicherer Schulweg“ hinweisen. Hans Hermann Diering bezieht sich dabei auf den Etzhorner Weg, der von vielen Schulkindern mit dem Fahrrad genutzt wird. „Wenn man die Straße stadtauswärts befährt, hat man fast keine Sicht in den Haseler Weg, der in dieser Richtung vorfahrtsberechtigt ist. Die Sicht wird durch wucherndes Grün versperrt. Für mich als Autofahrer ist dies ebenfalls nicht nur lästig, sondern auch gefährlich.“
Schnell gehandelt hat man laut Mitteilung von Gerold Wagner bei einem Engpass am Vahlenhorst. Wie berichtet, ragte auch hier eine Hecke weit auf die Fahrbahn. Sie sei nun aber beschnitten worden. An einer eben solch engen Stelle an der Straße Brunsbrok sei das allerdings nicht passiert. Dort rage eine Hecke immer noch etwa einen Meter auf die Fahrbahn und verhindere bei entgegenkommenden Fahrzeugen die Weiterfahrt.
Sorgen, nicht nur um die Sicherheit ihres Sohnes, der die erste Klasse der Wallschule besucht, macht sich Jocelyne Hansen. Mit Schulkameraden und in Begleitung eines Erwachsenen gehe der Junge zu Fuß zur Schule. Dabei müssten die Kastanienallee und die Blumenstraße überquert werden. Doch das sei an den Gehwegübergängen morgens fast nie sicher möglich. „Autofahrer – meist von außerhalb –, die den kostenlosen Parkraum in diesem Wohnviertel gerne nutzen, parken die Gehwegübergänge zu, sodass unser Sohn bis auf die Kreuzung vorlaufen muss und somit mitten auf der Straße steht, um überhaupt Einsicht zu haben. Verkehrserziehung wird somit unmöglich“, kritisiert Hansen.
An manchen Tagen sei der „Wettlauf“ um die Parkplätze besonders schlimm. „Die Autofahrer nehmen nicht immer Rücksicht auf Fahrradfahrer und Fußgänger.“
Nachfragen beim Ordnungsamt und der Polizei hätten ergeben, dass man die chaotische Parksituation im Haareneschviertel kenne. Begegnet werde der Situation mit dem Verteilen von Strafzetteln. „Doch wir sehen nur selten jemanden vom Ordnungsamt hier im Viertel und schon gar nicht, wenn die Kinder sich auf den Schulweg machen. Dabei könnten hier pausenlos Strafzettel verteilt werden“, sagt die Oldenburgerin. Zwei Verbesserungsvorschläge hat Jocelyne Hansen: „Für nicht ansässige Autofahrer müsste das Parken – wie jenseits der Augustraße Richtung Innenstadt/Pferdemarkt – gebührenpflichtig sein. Wenigstens sollten schon mal die Fußgängerüberwege deutlich gekennzeichnet werden.
