Ihausen/Ihorst/Westerloy - Riesig war die Resonanz auf den Aufruf der Gruppe „Pro Radweg“ und der Ortsbürgervereine Ihausen, Ihorst und Westerloy: Die Organisatoren hatten Bürgerinnen und Bürger zu einem Ortstermin eingeladen, um noch einmal auf die besondere Gefahrensituation für Fußgänger und Radler hinzuweisen.

Erster Treffpunkt war der Kreuzungsbereich Eibenstraße/Hollwegerfelder Straße/Ihausener Straße. Bereits seit vielen Jahren setzen sich die Vereine für den Bau des Fahrradweges entlang der Kreisstraße 117 von Ihausen nach Westerloy ein.

Meike Ackermann, Vorsitzende des Ortsbürgervereins Ihausen, begrüßte zahlreiche Einwohner sowie Vertreter aus umliegenden Ortsbürgervereinen, der Politik sowie vom Landkreis Ammerland, den Ersten Kreisrat Thomas Kappelmann und die Leiterin des Straßenbauamts, Ingrid Meiners. Ackermann unterstrich noch einmal die Dringlichkeit des Radweges: „Die sechs Bushaltestellen an der Ihausener Straße werden allein täglich von mehr als 60 Schulkindern und den Fahrgästen des Bürgerbusses benutzt“.

Entlang der gesamten Strecke wiesen große Plakate und eine Vielzahl von Zweirädern aller Art auf die Situation hin. Auch fuhren während des Ortstermins große Traktoren und Lkw die Straße entlang. „Wir wollen zeigen, wie der Alltag hier ist“, so Meike Ackermann.

Beim Ortstermin waren zudem die Meinungen der Bürger gefragt. „Wir wollen unsere Kinder zur Selbstständigkeit erziehen, aber hier müssen wir sie mit dem Auto fahren“, so Urte Peters, Ihorst. Die Strecke sei nicht nur für Kinder und Senioren gefährlich: „Auch für mich mit knapp über 40 Jahren“, betonte ein Anlieger. Bürger berichteten, dass schon Kinder mit dem Rad vom Absatz der Straßenkante auf die Berme gefallen seien, und ein Kind vom Auto angefahren worden sei.


Beim Dorfgemeinschaftshaus in Ihausen wurde anhand einer Linie verdeutlicht, dass sich ein Lkw und ein kleiner Trecker auf der fünf Meter breiten Straße kaum begegnen können. „Wo sollen in dieser Situation Radfahrer und Fußgänger hin?“, wurde gefragt. Auch hier wurde deutlich, dass viele Kinder und ältere Bürger die Strecke nicht mehr mit dem Fahrrad befahren und auch jüngere Menschen Angst haben.

Thomas Kappelmann betonte, dass der Landkreis dabei sei, das Radwegenetz auszubauen. Der Radwegbau Ihausen-Westerloy würde rund 1,4 Millionen Euro kosten, und man wolle die Fördermittel mitnehmen. Nun sei die Politik gefordert. „Das ist hier heute ein sehr eindrucksvolles Zeichen. Baureife liegt vor, das ist ein Vorteil. Der Ausschuss wird am Donnerstag, 17. September, darüber beraten“, betonte Kappelmann. Dass die Bürger aus den drei Ortschaften Ihausen, Ihorst und Westerloy die öffentliche Sitzung im Kreishaus verfolgen werden, steht bereits fest: „Wir sind dabei und hoffen auf eine Zusage“, so Meike Ackermann.