Hude/Hurrel - Keine Entwarnung an der Gefügelpest-Front. Gerade erst waren in einem Huder Bestand 22 300 Puten getötet worden, weil das hochansteckende Vogelgrippe-Virus festgestellt wurde. Zuvor hatten bereits 10 000 Puten in Brettorf dran glauben müssen. Jetzt gibt es die nächste schlechte Nachricht: Ein neuer Fall von Geflügelpest, wieder in der Gemeinde Hude. Diesmal im Ortsteil Hurrel.
Mit der Tötung der 13 500 Tiere wurde am Donnerstagnachmittag begonnen, nachdem der Laborbefund den Verdacht bestätigt habe, so Nicole Hobben von der Pressestelle des Landkreises. Es handele sich dieses Mal um fünf Wochen alte Putenhähne.
Als Präventionsmaßnahme habe umgehend die Tötung der Tiere begonnen. Das passiere wiederum durch den Einsatz von Gas, hieß es am Donnerstag.
Ein neuer „Stand Still“ für Geflügeltransporte wurde verhängt. Dieses Mal nicht nur für die gesamte Gemeinde Hude, sondern auch für die Nachbargemeinden Hatten und Ganderkesee, und zwar bis zum 1. Januar, 16 Uhr. Sämtliche Beförderungen von Geflügel oder von diesen gewonnenen Erzeugnissen bzw. tierischen Nebenprodukten von Geflügel sind in diesem Zeitraum untersagt. Ausgenommen ist der Durchgangsverkehr auf den Autobahnen 28 und 29. Das Sperr- sowie das Beobachtungsgebiet seien entsprechend erweitert worden, so der Landkreis.
Die Behörde weist noch einmal dringend darauf hin, dass jeder Verdacht einer Geflügelpest-Erkrankung sofort dem Veterinäramt gemeldet werden muss.
