Wildeshausen/Hude - Die Vogelgrippe im Landkreis Oldenburg nimmt kein Ende: Ein sechster Verdachtsfall wurde am Nachmittag von den Behörden bestätigt. In einem Geflügelbestand in der Gemeinde Hude hatte das Veterinäramt in Wildeshausen nach Probennahme und Laborauswertung den begründeten Verdacht auf Ausbruch der Geflügelpest festgestellt. Am Nachmittag wurde er durch das Referenzlabor des Friedrich-Loeffler-Institus (FLI) amtlich bestätigt, teilt der Landkreis Oldenburg mit.

Bei dem Betrieb im Ortsteil Hurrel handelt es sich um eine Haltung mit rund 7300 Puten. Der Betrieb und eine damit verbundene zweite Putenmastanlage wurden sofort nach Bekanntwerden des Anfangsverdachts durch das Veterinäramt gesperrt. Als weitere Präventionsmaßnahme ist die Tötung der Tiere angeordnet worden, die an diesem Freitag erfolgen soll.

Ebenfalls werden 13.800 Puten einer mit dem Ausbruchsbetrieb verbundenen zweiten Mastanlage getötet. Zwischen den beiden Anlagen habe es vermutlichen Personenkontakt gegeben, so dass eine Tötung angeordnet wurde, heißt es von Seiten des Landkreises.

Dieser erneute Ausbruch der Geflügelpest liegt im bereits eingerichteten Sperrbezirk in der Gemeinde Hude. Wie der Erreger in den angeschlossenen Stall in einem Sperrbezirk kam, ist völlig unklar. Es ist bereits der 6. Fall von Vogelgrippe im Landkreis Oldenburg.

Jeder Verdacht einer Geflügelpest-Erkrankung muss weiterhin sofort dem Veterinäramt gemeldet werden.


Seit Anfang November häufen sich in Deutschland bestätigte H5N8-Fälle. Mitte November wurde das hochansteckende Vogelgrippe-Virus erstmals seit dem neuen Ausbruch in einem niedersächsischen Nutzgeflügelbestand nachgewiesen. Damals war ein Mastbetrieb in Barßel im Landkreis Cloppenburg betroffen. Anfang des Jahres kamen weitere Fälle in Garrel und im Landkreis Oldenburg hinzu.

Für Fragen rund um die Vogelgrippe hat die Kreisverwaltung eine Informationshotline (Bürgertelefon) eingerichtet. Unter t   0 44 31/8 51 00 können sich insbesondere (betroffene) Tierhalter, aber auch Bürger, mit ihren Fragen an die Kreisverwaltung wenden.

Die Hotline ist werktags in der Zeit von 8 bis 16 Uhr besetzt. Für den kommenden Samstag steht dieses Bürgertelefon von 8 bis 12 Uhr zur Verfügung.

Christoph Koopmeiners Redaktion Cloppenburg