Sande - Staunen im Bau- und Umweltausschuss der Gemeinde Sande: Die Modernisierungspläne für den Windpark Sande stoßen bei manchem Bürger auf große Skepsis. Seine Bedenken an dem Projekt des Windpark-Betreibers Maximilian Graf von Wedel (die NWZ  berichtete) hat in der Bürgerfragestunde Stephan Huischen formuliert.

Huischen, der sich eigenen Angaben zufolge beruflich mit der Projektierung von Windparks für börsennotierte Unternehmen befasst, kritisiert dabei die geplante Höhe der Windkrafttürme. Und zwar nicht nur die der zwei oder drei Anlagen, die nach von Wedels Vorstellungen die verbliebenen sieben Altanlagen ersetzen sollen (die NWZ  berichtete), sondern auch die Windkraftriesen mit einer Nabenhöhe von um die 140 Metern, die dort in den vergangenen beiden Jahren errichtet wurden.

Huischen plädierte für mehr Augenmaß bei der Projektierung solcher Anlagen und dafür, die Anlagenhöhe zu begrenzen.

Wie die Politik mit der kenntnisreichen Einwendung ihres Bürgers Stephan Huischen umgeht, ist noch offen. Die Ratsvertreter im Fachausschuss hatten mit ihrer Zustimmung für eine Änderung des Bebauungsplan im Windpark nun erst einmal den Weg für eine Studie freigemacht. Diese Untersuchung soll die Grundlage liefern für einen weiteren Ausbau des Windparks.

Wie berichtet, wurde der Windpark am Ems-Jade-Kanal ursprünglich mit 14 Windkraftanlagen mit einer Nennleistung von jeweils 750 Kilowatt eingerichtet und ist inzwischen in zwei Teilabschnitten modernisiert worden. So drehen sich dort aktuell sechs neue und größere Windkraftanlagen neben sieben Altanlagen. Maximilian Graf von Wedel hatte bereits erklärt, dass er an die Idee seines verstorbenen Vaters Karl-Georg Graf von Wedel anknüpfen wolle und in enger Abstimmung mit dem Gemeinderat wieder eine Bürgerbeteiligung am Windparkausbau beabsichtige.

Oliver Braun
Oliver Braun Redaktion Jever