Ovelgönne - Jetzt ist es besiegelt: Die Gemeinde Ovelgönne wird Anteilseigner der EWE Netz GmbH. Das beschloss der Rat in seiner Sitzung am Donnerstagabend.
Rund 2,5 Millionen Euro wird die finanzschwache Kommune in die Hand nehmen und in die EWE Netz GmbH investieren. Kommunale Beteiligungsmöglichkeit nennt das Unternehmen diese Möglichkeit, Gemeinden zu beteiligen.
Zweite Investition
Bereits vor zwei Jahren hatte die Gemeinde Geld in die EWE investiert, rund 10 000 Euro. Jetzt hat die EWE der Gemeinde ein neues Angebot zur weiteren Übernahme von Anteilen gemacht. 2,5 Millionen Euro wird das die Gemeinde kosten. 4,75 Prozent Rendite garantiert das Unternehmen der Gemeinde. Für das Invest ist ein Kredit fällig. Den wollen die Ovelgönner bei der KfW-Bank (Kreditanstalt für Wiederaufbau) aufnehmen. Die Laufzeit, so haben es die Ratsmitglieder beschlossen, soll 30 Jahre betragen. Der Landkreis Wesermarsch als Finanzaufsicht habe dem Geschäft und er damit verbunden Kreditaufnahme bereits zugestimmt, sagte Bürgermeister Christoph Hartz (parteilos). Die Zinsen für den Kredit belaufen sich auf 0,25 Prozent. Die Gemeinde muss nun einen Nachtragshaushalt beschließen.
Wenig Risiko
Nach Berechnungen sind 2028 720 000 Euro aus dem Kredit getilgt, rund 169 000 Euro Zinsen werden fällig, so dass die Belastung für die Gemeinde rund 890 000 Euro beträgt. Dem Gegenüber stünden Einnahmen von 1 120 000 Euro. Die Risikofaktoren des Geschäfts seien überschaubar. Eine mögliche Insolvenz des Unternehmens hielten die Politiker für wenig wahrscheinlich. Die Mehrheit der EWE-Anteilseigner sind Städte und Landkreise aus dem Gebiet Ems-Weser-Elbe. Rund 20 Prozent gehören der EnBW (Energie Baden-Württemberg).
