Bösel - Die Gemeinde Bösel wird noch in diesem Jahr ein Gebäude für die zentrale Unterbringung von Flüchtlingen anmieten. Das teilte Bürgermeister Hermann Block jetzt mit. Platz für 25 bis 35 Personen würde in dem Gebäude sein, so Block. So will die Gemeinde nicht Gefahr laufen, bei vermehrt zugewiesenen Flüchtlingen öffentliche Gebäude in Anspruch nehmen zu müssen.
Nach wie vor gelte für die Gemeinde Bösel eine Quote von 45 Flüchtlingen, die bis Ende Januar 2016 aufgenommen werden müssen. Aus dieser Quote seien bislang erst sieben Flüchtlinge in die Gemeinde gekommen. Daher rechnet die Gemeindeverwaltung damit, dass noch in diesem Jahr vermehrt Flüchtlinge und Asylbewerber der Gemeinde zugewiesen werden. Etwa 60 lebten aktuell bereits in der Gemeinde. „Ich gehe davon aus, dass wir rund 100 Asylbewerber und Flüchtlinge bis Ende Januar betreuen müssen“, sagte Block im Gespräch.
Probleme, die Menschen unterzubringen, gebe es derzeit keine. Bislang seien die Flüchtlinge noch alle in dezentralen Wohnungen untergekommen. Dafür sprach Block den Vermietern einen großen Dank aus. Auch aktuell gebe es noch Gespräche mit einigen Wohnungseigentümern.
Um der Flüchtlingssituation Herr zu werden, hat die Gemeinde auch in der Verwaltung die Personalkapazitäten deutlich ausgeweitet. So hat im Bereich Soziales eine Mitarbeiterin die Stunden deutlich aufgestockt. Angelika Tangemann ist seit einiger Zeit für die Sozialbetreuung der Flüchtlinge zuständig, informierte Bürgermeister Hermann Block.
Christoph Burtz (31) leitet aufgrund einer Erkrankung von Hermann Walter derzeit kommissarisch den Fachbereich Bauen bei der Gemeinde Bösel. Burtz ist ein alter Bekannter: In der Gemeindeverwaltung hatte der gebürtige Böseler bereits seine Ausbildung zum Verwaltungsfachangestellten absolviert und dort zehn Jahre lang gearbeitet. In den vergangenen drei Jahren war er beim Landkreis Cloppenburg im Bereich Finanzen als stellvertretender Kassenleiter angestellt. Der Diplom-Betriebswirt lebt heute in Markhausen, ist verheiratet und Vater eines Kindes.
