Horumersiel - Die Gemeinde Wangerland hat mit den Planungen zur Sanierung oder Reparatur von Jade- und Deichstraße in Horumersiel begonnen. Das berichtete Bürgermeister Harald Hinrichs in der Jahreshauptversammlung des Gewerbevereins Horumersiel-Schillig. Immer wieder klagen Anlieger über den schlechten Zustand beider Straßen.
Hinrichs machte seine „Verwunderung“ über „eher zurückhaltende Reaktionen“ der Anlieger auf die Sanierungspläne deutlich: Denn wenn tatsächlich mehr passieren soll als die Reparatur von Schlaglöchern, müsste der Straßenbau per Beteiligungssatzung von den Anliegern mitfinanziert werden. „Wir werden mit den Anliegern übers Finanzielle reden, sobald Pläne vorliegen“, kündigte Hinrichs an.
Konzept für Strandeintritt
Er nahm auch die Anregung von Arno Meents auf, in Horumersiel/Schillig über eine Neuregelung des Strandeintritts nachzudenken. Meents wies vor dem Hintergrund der Neuregelung des Strandzugangs in Hooksiel darauf hin, dass in Horumersiel die Tagesgäste sowohl Parkgebühr als auch Strandeintritt zahlen müssen. „Strandeintritt ist einfach nicht mehr zeitgemäß“, sagte der Hotelier. Er wünscht sich ein einheitliches Konzept für alle Wangerländer Strände.
Sanfte Kritik übte Hinrichs daran, dass die Horumersieler den Bau eines neuen Wohnmobilstellplatzes abgelehnt haben. Wie berichtet, hatte die Wangerland Touristik auf dem großen Parkplatz am Tief einen winterfesten Stellplatz für Caravans geplant, zudem sollte der gesamte Bereich umgestaltet werden. Die Horumersieler Vereine hatten das abgelehnt und als Standort die Fläche zwischen Deich und Friesland-Therme vorgeschlagen. Inzwischen ist der Wohnmobilstellplatz ganz vom Tisch. „Das bedeutet, dass die seit Jahren angedachte Umgestaltung des großen Parkplatzes möglicherweise ohne Fördermittel geschehen müsste“, sagte Hinrichs. Damit sei eine Umsetzung völlig offen.
Kein Caravan-Platz
Ute Draschba, Geschäftsführerin der Wangerland Touristik, gab an, dass neue Wohnmobil-Plätze nun in Schillig und Hooksiel entstehen sollen. In Horumersiel solle der Schwerpunkt auf Gesundheitstourismus gelegt werden.
Sie berichtete zudem, dass eine „große Lösung“ beim Umbau des Hafens Wangersiel wahrscheinlich nicht in Frage kommt. Die Umgestaltung des Hafens würde eine Erweiterung in den Nationalpark Wattenmeer bedeuten – „und das ist kaum zu realisieren“, sagte sie. Sie würdigte das Engagement des Gewerbevereins: „Es ist toll, was Ihr auf die Beine stellt“, sagte sie mit Blick auf Bimmelbahn und Kolkleuchten.
