Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Jahresausblick Gemeinde umwirbt Unternehmer

Apen - Die Wirtschaft rückt in den Fokus. „Wir wollen in diesem Jahr vermehrt Werbung für den Wirtschaftsstandort Gemeinde Apen machen“, sagt Bürgermeister Matthias Huber. Der 33-Jährige und seine Kollegen aus der Verwaltung haben dafür auch schon Pläne.

Anerkennung angestrebt

Beispielsweise sollen künftig große Schilder auf die Gewerbegebiete in Apen und Augustfehn II hinweisen. In Augustfehn II steht die Aktion unter dem Slogan „Wirtschaftsbogen BAB 28 Süd“. „Mit diesen Werbemaßnahmen sollen die ansässigen Firmen unterstützt werden. Wir wollen aber auch neue Unternehmen anziehen“, sagt Huber. Denn: „Wenn es hier gute Arbeitsplätze gibt, bei denen gutes Geld verdient wird, dann bekommt die Gemeinde mehr Steuern.“

Außerdem plant der Bürgermeister, ein Wirtschaftsforum einzuberufen. „Dabei wollen wir mit Unternehmern in Kontakt kommen und ihr Interesse für die Gemeinde wecken.“

Ein Mittel zur Wirtschaftsförderung könnte auch die staatliche Anerkennung zum Ausflugsort sein. 2014, so Huber, soll das Projekt vorangetrieben werden. „Es ist ja so, dass in normalen Orten die Geschäfte an maximal vier Sonntagen geöffnet sein dürfen. In Kurorten ist das beinahe an jedem Sonntag erlaubt. In Ausflugsorten sind es immerhin acht Sonntage“, erklärt er. Damit, so meint er, könne man den Einzelhandel stärken.

Das Pfund, mit dem die Gemeinde im Anerkennungsverfahren wuchern möchte, sind allerdings nicht die Geschäfte, sondern es ist das Ausdeichungsgebiet Aper Tief. „Touristisch ist es sehr interessant. Man kann dort schön spazieren gehen und Rad fahren. Nun müssen wir schauen, wie wir die umliegenden Attraktionen in Apen und Augustfehn einbinden können.“


Schon 2013 wurde in der Gemeinde mächtig gebaut, Straßen wurden saniert. 2014 geht das so weiter. „Dabei haben wir ein ganz ehrgeiziges Ziel“, sagt Huber. Bis Ende Mai nämlich soll im Zuge der Dorferneuerung in Augustfehn die Neugestaltung der Nebenanlagen an der nördlichen Hauptstraße (bis Mühlenstraße) fertiggestellt sein. Es gibt LED-Straßenlaternen, der Geh- und Radweg wird gepflastert, Rabatten werden angelegt. Insgesamt 300 000 Euro kosten alle Maßnahmen. Rund 126 000 Euro kommen aus EU-Mitteln.

Außerdem steht die End­erschließung der Bauabschnitte eins und zwei im Wohnpark Augustfehn-Kanal an. Auch dort werden Pflasterarbeiten vorgenommen und die Straßenbeleuchtung installiert. Die Enderschließung im Wohngebiet am Dörpshus in Vreschen-Bokel ist ebenfalls vorgesehen. Hier ist aber nicht die Gemeinde, sondern die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) zuständig.

IGS bleibt Thema

Wo Häuser gebaut werden, sind Familien nicht weit. Ein Augenmerk liegt deshalb im laufenden Jahr auf dem Themenkomplex „Kinder und Bildung“. „Die Entwicklung der Gesamtschulen im Ammerland wird uns weiter beschäftigen“, ist sich Huber sicher. „Was die IGS angeht, werden wir eine Lösung mit den Umlandgemeinden entwickeln müssen.“ Die Oberschule Augustfehn würde zum Schuljahr 2015/2016 gern zur Integrierten Gesamtschule werden.

„Aber allein haben wir da keine Chance. Wir müssen also den Schulterschluss mit Westerstede suchen“, kündigt der Bürgermeister an. Er ist zuversichtlich: „In der Vergangenheit hat es bereits eine gute Zusammenarbeit gegeben. Wichtig ist aber, dass wir Partner auf Augenhöhe sind.“

Kerstin Buttkus
Kerstin Buttkus Kanalmanagement
Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Blick in die Räucherkammer bei Aal Bruns in Kayhauserfeld: Marco Pawlik ist mit der Qualität zufrieden.

DELIKATESSE NACH ÜBERLIEFERTER REZEPTUR Woher kommt der Zwischenahner Aal?

Kerstin Schumann
Kayhauserfeld
Der Bergpark Wilhelmshöhe: Hier befinden sich etliche Sehenswürdigkeiten.

NWZ-REISETIPPS: ABSTECHER NACH ... KASSEL Entspannte Stunden in historischen Parks

Kerstin Schumann
Kassel
Vor etwa einem Jahr eröffnete der Pflegedienst Paul-Lina seinen neuen Hauptsitz in Wittmund. Wegen eines Insolvenzverfahrens musste der Pflegedienst seinen Betrieb aufgeben.

STANDORTE IN WITTMUND UND EMDEN Insolvenz bei Pflegedienst Paul-Lina – So geht es für die Kunden weiter

Kim-Christin Hibbeler
Wittmund
Die Polizei sucht nach Zeugen, die einen Unfall in Stedesdorf gesehen haben könnten.

POLIZEI SUCHT NACH ZEUGEN Rollerfahrer fährt Elfjährigen in Stedesdorf an – und fährt einfach weiter

Stedesdorf
Urteil im Prozess um Totschlag in Damme vor dem Landgericht Oldenburg: Eine 39-jährige Frau wird dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Sie hatte im Wahn ihren Ehemann mit einem Schwert getötet.

LANDGERICHT OLDENBURG Ehemann mit Schwert getötet – 39-Jährige aus Damme verurteilt

Thilo Schröder
Damme