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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Gemeinsam Formel-Rennwagen gebaut

17.07.2015

Lemwerder /Bremen Vor einer ganz besonderen Aufgabe standen jetzt Auszubildende von Carbon Rotec aus Lemwerder. Die angehenden Verfahrensmechaniker sollten im Zuge des Ausbildungsprojekts „BreMo 15“ den Rumpf und fast alle Anbauteile eines Formel-Rennwagens fertigen.

Mit diesem Projekt bewirbt sich Carbon Rotec, eigentlich ein Spezialist für die Herstellung von Rotorblättern für Windenergieanlagen, um den Preis für Innovative Ausbildung (PIA) der NWZ . Mit dem Preis sollen Ausbildungsideen gewürdigt werden, die über das Übliche hinausgehen.

Wie Helmut Ammermann, Ausbildungsleiter bei Carbon Rotec, erläutert, handelt es sich bei „BreMo 15“ um einen Formel-Rennwagen der E-Klasse, also mit elektrischem Antrieb. Der Rennwagen wurde von angehenden Ingenieuren der Uni Bremen entworfen, konstruiert, gezeichnet, designend und projektiert.

Umgesetzt wurde der Projektplan mit den Verfahrensmechaniker-Auszubildenden (Kunststoff und Kautschuktechnik, Faserverbundtechnologien) von Carbon Rotec. Der Auftrag lautete, für den Rennwagen Monocoque, Heck, Frontflügel, Sitz sowie die Zugangsklappen und Hauben aus kohlefaserverstärktem Kunststoff nach den Bauunterlagen zu fertigen.

„Ein derart umfangreiches Projekt, betriebsübergreifend, in einem Team aus Ingenieur-Studenten und Carbon-Rotec-Auszubildenden der Kunststofffertigung zielführend umzusetzen und zum Erfolg zu führen, bedeutet für alle Berufsanfänger eine besondere Herausforderung“, erklärt Ammermann. Dabei seien alle Kriterien eines Projektes (Kosten, Termine, Qualität) zu berücksichtigen sowie alle auftretenden Projektregeln (Information, Kommunikation, Konfliktbewältigung) zu erlernen und einzuhalten.

„Auf diese Art zu lernen, prägt neben dem handwerklichen Geschick sowie dem Erlangen von Fertigkeiten und Kenntnissen, insbesondere das Team-Verständnis bei unseren Auszubildenden“, so Ammermann. Zugleich würden alle Funktionen eines wirtschaftlich orientierten Industriebetriebs vermittelt.

„Studierende aus technischen Bereichen sowie Auszubildende lernen voneinander, sammeln Erfahrungen und können diese in ihrer Tätigkeit als Facharbeiter anwenden“, so Ammermann. „Eine echte Win-Win-Situation.“

Der fertige Rennwagen wurde am 26. Juni erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt. Ende Juli tritt das Fahrzeug dann am Hockenheim-Ring zu einem internationalen Konstrukteurs-Wettbewerb an. Bei einer Ausbildungsfahrt als krönenden Abschluss des Projekts wollen die Auszubildenden von Carbon Rotec das Rennteam dort unterstützen.

Jörg Schürmeyer
Redakteur
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2041

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Carbon Rotec | Uni Bremen | Rotec | Universität Bremen

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