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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

So sieht der neue VW Passat aus Emden aus

06.03.2019

Genf /Emden In Genf findet der traditionelle Automobilsalon statt - und auch Emden ist ein Thema. Auf starke Beachtung stößt in Genf nämlich der neue Passat, der in Emden gebaut wird. Er ist erstmals zu sehen.

Mit der neuen Variante wird die lange Emder Passat-Tradition fortgesetzt. Hier handelt es zwar nicht um ein völlig neues Auto, aber um eine Variante mit zahlreichen Verbesserungen im Detail, gerade auch im Innenbereich.

„Auch die Mitarbeiter freuen sich auf das neue Auto und sind schon sehr gespannt, wie der neue Passat bei der Presse und den Kunden ankommt“, sagte der Emder Werkssprecher Jan Wurps auf Anfrage unserer Zeitung. „Sie geben ihr Bestes, um auch die nächste Generation des Passats zu einem vollen Erfolg zu machen.“

Wurps fügte hinzu: „Die Vorbereitungen für die Serienproduktion laufen hier auf Hochtouren.“

Die deutsche Autoindustrie muss rasch breitere Käuferschichten für ihre Hybrid- und Elektroautos erreichen, um Strafen für klimaschädliche Abgase zu vermeiden. „Wir rollen das Angebot an E-Autos über alle Segmente aus, also auch in der Kompaktwagen- und Mittelklasse“, sagte der Chef des Branchenverbands VDA, Bernhard Mattes, der Deutschen Presse-Agentur am Dienstag auf der Genfer Automesse. „Wenn wir nur in den Bereich der Oberklasse gehen würden, könnten wir unsere CO2-Ziele nicht erreichen.“ Um den Ausstoß von CO2 bis 2030 um 37,5 Prozent zu senken, müsse jeder zweite Neuwagen in Deutschland elektrifiziert sein.

Mattes widersprach Behauptungen, deutsche Hersteller hätten „gepennt“ und Tesla das Feld überlassen: „Stimmt nicht.“ Bei elektrifizierten Fahrzeugen hätten die deutschen Hersteller in Europa 46 Prozent Marktanteil. In drei Jahren würden sie mit gut 100 E-Modellen auf dem Markt sein.

„Der Schwerpunkt liegt heute klar auf dem Ausbau des Angebots für batterieelektrisches Fahren“, sagte Mattes. Aber es brauche auch einen Mix aus Plug-in-Hybrid, Wasserstoff- und Gasantrieb. Für Lastwagen seien die sehr hohen CO2-Vorgaben mit Diesel nicht zu schaffen, „und es ist schwer vorstellbar, dass wir das gesamte deutsche Autobahnnetz mit elektrischen Oberleitungen ausstatten – von Europa ganz zu schweigen“. Da biete sich Wasserstoff als Alternative an.

Daimler ist weiter optimistisch, die strenger werdenden CO2-Vorgaben in Europa mit seinen Fahrzeugen einhalten zu können, allerdings müssen auch die Kunden mitspielen. „Wir haben natürlich einen Plan, wie wir diese Ziele erfüllen wollen“, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche beim Automobilsalon. Dessen Umsetzung habe man in wichtigen Punkten auch selbst in der Hand, zum Beispiel bei den Autos an sich. Darauf, wie die Infrastruktur zum Laden von Elektroautos wachse und ob die Kunden die Fahrzeuge dann auch kauften, habe man schon weniger Einfluss.

Audi will vollelektrisches Fahren mit dem neuen SUV Q4 e-tron für breitere Kundengruppen erschwinglicher machen. Vorstandschef Bram Schot präsentierte das Konzeptfahrzeug, das nächstes Jahr in Serie gehen soll, als Weltpremiere auf dem Genfer Autosalon und sprach von einem „historischen Moment für Audi“. Schot will das Angebot der VW-Tochter jetzt noch schneller auf E- und Hybrid-Autos umstellen. Die Nachfrage werde schnell steigen.

Weiteres Gesprächsthema in Genf: Toni Piëch, Sohn des langjährigen VW-Vorstands- und -Aufsichtsratschefs Ferdinand Piëch, stellte die von ihm mitgegründete und nach ihm benannte Marke vor.

Die Firma, die in Zürich in der Schweiz sitzt, will in spätestens drei Jahren den komplett elektrischen Piëch Mark Zero auf die Straße bringen.

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