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Wohnen Genossen blicken gen „Goldbergshöfe“

Dötlingen - Nach knapp dreijähriger, steiniger Wegstrecke ist das große Etappenziel erreicht: Das Zukunftsprojekt „wi helpt di“ firmiert nun offiziell als Genossenschaft. „Am Donnerstagabend wurde die wi helpt di - wohnen eG vom Amtsgericht Oldenburg offiziell eingetragen“, berichteten die Vorstandsmitglieder Britta Puttkammer und Dr. Manfred Schwarz sowie ihre Mitstreiter Anne-Marie Glowienka, Uwe Spille und Gert Schmidt am Freitag im Dötlinger Dorfgarten.

Ziel der Genossenschaft ist „die barrierefreie und altersgerechte Wohnungsversorgung sowie Förderung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens in der Gemeinde durch Organisation von Hilfsangeboten“, wie es in der Eintragung heißt. „Die Genossenschaft kann Bauten in allen Rechts- und Nutzungsformen bewirtschaften, errichten, erwerben, veräußern und betreuen.“ Wie und in welcher Höhe Genossenschaftsanteile gezeichnet werden können, darüber wollen sich die Verantwortlichen in den nächsten Tagen verständigen. Voraussichtlich noch in der kommenden Woche solle ein Beitrittsformular auf die Homepage gestellt werden, kündigte Uwe Spille an.

Nächster Schritt der Genossenschaft werde es sein, den vorderen Bereich der geplanten Gesamtfläche von 6700 Quadratmetern (Prechtgrundstück) am Goldbergsweg zu kaufen und zu bebauen, wie Puttkammer erläuterte. Dort soll (wie berichtet) mit den „Goldbergshöfen“ ein neues Wohnkonzept umgesetzt werden.

Drei Höfe

Das Projekt, unterstützt vom Institut für partizipatives Gestalten (IPG) aus Huntlosen, bestehe aus 13 Wohneinheiten in drei Höfen. In einer Höfe ähnlichen Struktur soll Wohnraum für Paare, Singles und Familien entstehen. Es gebe gemeinschaftlich genutzte Bereiche, aber auch Rückzugsmöglichkeiten – eben wie in einer Großfamilie. „Alle Wohnungen sind so ausgelegt, dass bis zum Lebensende darin gewohnt werden kann“, sagte Mediziner Schwarz. Ziel sei es auch, dass die Genossenschaftsanteile vererbt werden können.

Erst im Frühjahr hatte das Dötlinger Demografie-Projekt „wi helpt di“ im Bundeswettbewerb „Gesund älter werden in der Kommune – bewegt und mobil“ der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) den ersten Preis unter den kreisangehörigen Kommunen gewonnen. Der Gewinn, genau 10 000 Euro, floss in die Fortführung der Initiative.


Steter Austausch

Im November 2014 wurden der „wi helpt di-Verein“ und die „wi helpt di-Genossenschaft“ gegründet. Der Verein kümmert sich um die Säule „Nachbarschaft leben“ und die Genossenschaft um die Säulen „Wohnen gestalten“ und „Pflege organisieren“. Um einen regelmäßigen Austausch der Gruppen zu gewährleisten, findet einmal im Monat ein Treffen der Projektgruppe statt.  Interessenten an der Genossenschaft können sich per E-Mail melden unter: genossenschaft@wi-helpt-di.de.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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