Neerstedt/Dötlingen - Mehr konkrete Informationen hatten die gut 50 Interessenten zum genossenschaftlichen Wohnungsbau im Rahmen des Zukunftsprojektes „Wi helpt di“ am Montagabend im Neerstedter Kirchengemeindezentrum erwartet. Doch bei Quadratmeterpreisen, Innengestaltung und Zeitschiene bei den Plänen am Goldbergsweg in Dötlingen gab es noch keine endgültigen Fakten. „Heute geben wir eine Vorabinformation. Einen Stand der Dinge“, sagte Uwe Spille, Aufsichtsratsvorsitzender, denn auch eingangs.

Mehr war zu diesem Zeitpunkt nicht möglich, denn wie in Zukunft die Genossenschaft als eines der insgesamt drei Projektsäulen des Projektes „Wi helpt di“ arbeiten wird „bleibt alleine den Genossen überlassen“, sagte Spille. Doch dazu muss die Genossenschaft erst einmal als Rechtsform anerkannt sein.

Bislang ist die „Wi helpt di“-Genossenschaft noch nicht vom Amtsgericht eingetragen. „Doch wir sind nach einem langen Prozess nun kurz vor dem Abschluss und der Eintragung“, signalisierte Spille. Deshalb folgte im Anschluss an den Infoabend auch eine interne Sitzung der 18 Genossen, die im November 2014 die Genossenschaft auf dem Papier gründeten. Sie beschlossen, die Genossenschaft künftig „Wi helpt di wohnen eG“ zu nennen. Dahinter steht die Forderung des Amtsgerichts, sich klar gegen den Verein „Wi helpt di“ e.V. abzugrenzen.

Der entsprechende Beschluss wurde im Anschluss gefasst, so dass die Unterlagen jetzt auf dem Weg zum Notar und damit zum Amtsgericht sind. „Damit dürfte in einigen Wochen die Genossenschaft eingetragen sein und die eigentliche Arbeit beginnen können“, meinte Spille weiter.

Aber auch dafür sind die Weichen schon gestellt. Wie der 2. Vorsitzende Dr. Manfred Schwarz und die 1. Vorsitzende Britta Puttkammer darlegten, ist beabsichtigt, zunächst den vorderen Bereich der beplanten Gesamtfläche mit 6707 Quadratmetern (Prechtgrundstück) auf dem Gelände „Goldbergshöfe“ zu bebauen. Das gemeindeeigene Grundstück könne zu einem späteren Zeitpunkt genutzt werden.

„Alles zusammen gesehen, stehen wir vor einer spannenden Geschichte, denn alle Wohnungen sind so ausgelegt, dass bis zum Lebensende darin auch gewohnt werden kann“, meinte Dr. Schwarz, der das Vorhaben auch wissenschaftlich ausgewertet sehen möchte.


Doch wie das am Ende genau aussehen wird, haben die künftigen Genossen zu bestimmen. Wenn alles beim Amtsgericht eingetragen ist, wird es eine weitere Versammlung mit genaueren Eckdaten auch im Hinblick auf Finanzierung und Genossenschaftsanteile geben, versprach Uwe Spille abschließend.