Hude/Wüsting - Die Gemeinde Hude kann dem 1. August gelassen entgegensehen: Wenn Eltern von Kindern zwischen einem und drei Jahren ab diesem Stichtag einen Rechtsanspruch auf Betreuung für ihre Kleinen haben, befindet sich die Gemeinde „in einer komfortablen Situation“, bilanziert der zuständige Fachbereichsleiter im Huder Rathaus, Uwe Schubert. Im neuen Kindergartenjahr werden 123 Krippenplätze zur Verfügung stehen – und damit kann allen Anmeldungen entsprochen werden. Freie Kapazitäten gibt es in den Krippen des Kindergartens Altmoorhausen (vier Plätze), in der „Regenbogeninsel“ (zwei bis drei Plätze) und in der „Villa Kunterbunt“ (ein Platz). „Wir haben also einen kleinen Puffer“, freut sich Schubert.
In die Rechnung eingeflossen sind bereits die 15 neuen Plätze, die durch die Erweiterung der Krippe im katholischen Kindergarten St. Marien geschaffen werden. Der Anbau wird indes noch nicht zum 1. August, sondern voraussichtlich erst zum 1. Oktober fertig sein. Negative Auswirkungen fürchtet Schubert deswegen nicht: „Die Eltern wurden über den späteren Baubeginn informiert.“ Der Bauantrag liegt seit rund 14 Tagen bei der Kreisverwaltung, Förderanträge wurden ebenfalls gestellt – das Land Niedersachsen und der Landkreis Oldenburg haben als Zuschussgeber der Gemeinde bereits einen vorzeitigen Maßnahmebeginn bewilligt. Schubert geht davon aus, dass es in Kürze losgehen wird.
Ebenfalls keine Sorgen bereitet die Betreuung im Regelbereich für die Drei- bis Sechsjährigen: Von den 426 Plätzen werden nach derzeitigem Stand zum 1. August 398 belegt sein. Die 28 freien Plätze vereilen sich auf fast alle Einrichtungen: Zehn stehen in Wüsting zur Verfügung, neun in Altmoorhausen (wovon drei bis zum 1. November belegt sein werden), jeweils zwei im Kindergarten „Gänseblümchen“ und in der „Villa Kunterbunt“ sowie vier im Waldorf-Kindergarten. Hinzu kommt ein Integrationsplatz im ev. Kindergarten „Regenbogeninsel“.
Eine Fortschreibung der Anmeldezahlen soll zum 1. Juni vorgenommen werden. Am 10. Juni ist die nächste Sozialausschuss-Sitzung geplant. Dann sollen auch Konsequenzen aus den Ergebnissen einer Umfrage, die der Gemeindeelternrat zu Betreuungszeiten gestartet hatte, gezogen werden. So ist für den Kindergarten Wüsting oder dessen Außenstelle Altmoorhausen eine Ausdehnung der Betreuungszeit auf die Nachmittagszeit vorgesehen. 38 Umfrage- Teilnehmer haben für Wüsting Bedarf über 14 Uhr hinaus angemeldet. „Darauf werden wir reagieren müssen“, so Schubert. Auch zwölf Eltern aus dem Kindergarten Gänseblümchen wünschen sich eine Verlängerung der Betreuung am Nachmittag: Hier kann sich Schubert eine Kooperation mit der benachbarten Villa Kunterbunt vorstellen, indem eine Kleingruppe auf 25 Plätze aufgestockt wird.
