Stadland - Die Stadlander Dörfer müssen gepflegt und weiterentwickelt werden. Das ist nach Ansicht der Bürger, die an der Befragung der Grünen zu den Zukunftsperspektiven der Gemeinde teilgenommen haben, der wichtigste Leuchtturm für Stadland.

Mit „Leuchtturm“ ist in diesem Zusammenhang das eine große Thema gemeint, auf das sich die Gemeinde angesichts knapper Finanzen konzentrieren muss.

Die Dörfer müssten lebendig bleiben, meinen die Bürger. Dazu gehörten Geschäfte, ärztliche Versorgung, ein Kultur- und Freizeitangebot, Radwege und eine intakte und nachhaltige Landwirtschaft.

Wie berichtet, hatten die beiden Grünen-Ratsfrauen Elke Kuik-Janssen und Elke Mathiszig drei Bürgerversammlungen in Rodenkirchen, Schwei und Seefeld veranstaltet. Die Resonanz war übersichtlich, aber Bürger konnten sich auch von Zuhause aus beteiligen. Die Ergebnisse seien nicht repräsentativ, sagen die Grünen.

Die Teilnehmer machten in der Rubrik „Schiffe versenken“ auch Spar-Vorschläge. Auf den Prüfstand kommen sollten Kosten für Altersgeburtstage, Seniorenpass, Sportlerehrung und Rat. Außerdem sollte bei Aufwendungen für Gebäude gekürzt werden, die der Gemeinde gehören und von Vereinen oder Pächtern genutzt werden. Dazu zählen Energiekosten.


Unter dem Motto „Schatzkiste Bürger und Bürgerinnen“ sammelten die Grünen Ideen. Vorgeschlagen wurden Börsen, in denen Bürger Dienstleistungen anbieten, Bürgerwerkstätten nach dem Vorbild Berne und mehr ehrenamtliches Engagement – etwa bei der Erstellung des Ferienpasses, indem Paten Grünflächen und Beete pflegen und durch Arbeitsdienste von Sportvereinen. Gewünscht wurden Dorfgespräche mit Verwaltung, Rat und Bürgern.

Etwas weiter gefasst war der Punkt „Neue Ideen“, in dem etwa ein Konzept „Leben auf dem Lande – Arbeiten in der Stadt“ angeregt wurde. Gewünscht wurde auch eine Bürgerversammlung in der Markthalle, in der über die Zukunft der Gemeinde beraten werden sollte.

Gespart werden könne auch durch Zusammenarbeit mit anderen Kommunen bei Tourismus, Wirtschaftsförderung und Gewerbegebieten. Einnahmen könnten verbessert werden durch einen gemeindeeigenen Solarpark, mehr kommunale Wirtschaftsförderung, besseres Anzapfen von EU-Fördertröpfen und eine Neuauflage der Gewerbeschau. Zudem könne der Bauhof den Maschinenring in Anspruch nehmen.

Henning Bielefeld
Henning Bielefeld Redaktion Nordenham (Stv. Leitung), Redaktion Stadland