(...) Es gab ja mal in Oldenburg eine Bürgerbewegung: „Rettet die Bornhorster Wiesen“. Umwelt- und Naturschützer: Wo seid Ihr heute? Rettet bitte die Donnerschweer- und die Bornhorster Wiesen vor den Windenergieanlagen.
Die Anlagen sind nach einem offiziellen Vortrag der Vogelwarte Helgoland Vogelschredderanlagen, und das besonders nachts. Die Sachkompetenz der Vogelwarte kann von niemand ernsthaft in Frage gestellt werden. Das geht nur, wenn man auf beiden „Grünen Augen“ fast blind ist. Und ob die Vogelschredderanlagen auf der linken oder rechten Seite der Elsflether Straße stehen und Vögel und Fledermäuse erschlagen, wo ist da der Unterschied, auch für die Dutzende, in dieser Angelegenheit sehr passiven Natur- und Umweltschutzverbände. (...)
Die Investoren stehen in Bornhorst schon Schlange, um die „Trittin-Rente“ in Form der Einspeisevergütung auf Kosten der Stromverbraucher zu kassieren. Wie in der kommunistischen Planwirtschaft, auf volle 20 Jahre garantiert. Jede Windenergieanlage einschließlich der Trafos und der elektrischen Anbindung zahlen zu 100 % die Verbraucher, und zwar zweimal: über die Abschreibungen und über die Einspeisevergütungen. (...)
Bei den verschiedenen Garantievergütungen im Energiebereich muss doch die Frage erlaubt sein, warum gibt es eigentlich keinen staatlich garantierten Brot- und Milchpreis für die erzeugenden Landwirte und für die zehn Millionen Menschen und Verbraucher in Deutschland, die am Existenzminimum leben?
Manche Dinge entstehen in und um Oldenburg, bei denen man sich fragt, wie konnten die Baumaßnahmen genehmigt werden? Und ich frage mich, wie können die Verantwortlichen dies mit ihrem Gewissen vereinbaren?
Als ich hörte, dass Landeigentümer der Donnerschweer Wiesen Vorverträge unterzeichnet haben und damit einverstanden wären, dass dort Windkrafträder aufgestellt werden, dachte ich, dass der Betreiber BfZ Elsfleth sich wohl die Hände reiben wird, wie widerstandslos er dann bald den Gewinn verbuchen könnte.
Denn mit dem Deckmäntelchen Öko-Strom aus Windkraft wird ja immer noch so getan, als sei der Hauptgewinner die Natur. Bei zerstörten Wiesen und einem Lärm, der jede Gans und andere Vögel davon abhält, sich in der Nähe aufzuhalten, vom Anblick noch ganz zu schweigen, bleiben als Gewinner die Betreibergesellschaft und die Grundstücksverkäufer.
Ich hatte befürchtet, dass wir eines Tages auf die Kulisse von Oldenburg blicken und sagen: Och, guck – was für ein hässlicher Windpark steht da jetzt.
Und so bin ich doch erstmal schon ganz froh, in derNWZ
zu lesen, dass unsere Zeitung das Thema Windpark in Waterende aufgegriffen hat und, wie Herr Kuchta in seinen Beiträgen schildert, Anwohner in Waterende zur Gegenwehr antreten.Ich hoffe, dass uns ein Windpark in den Donnerschweer Wiesen erspart bleibt und wir weiterhin bei der Zufahrt auf Oldenburg sagen können: Och guck – schön wie im Bilderbuch!
Anne Doebelt-Klimmeck
Oldenburg
Unter der Ägide des Oberbürgermeisters Schwandner lobte der Rat der Stadt drei Gebiete zur Entstehung eines Windparks (mindestens drei Windräder, 150 Meter hoch) aus. Angeblich fordert die Universität zu Forschungszwecken einen Windpark in der Stadt Oldenburg.
Eines der ausgewiesenen Gebiete ist das Areal (ca. 16 ha) zwischen dem Waterender Weg und der Hunte. Ein intaktes, unter Landschaftsschutz stehendes Naherholungsgebiet mit einer schönen, seit Jahrhunderten bestehenden z. T. unveränderten Höfebebauung.
Die Mehrzahl der Landbesitzer, von denen die überwiegende Zahl jedoch von den zukünftigen Beeinträchtigungen nicht betroffen ist, hat bereits, verlockt von zu erwartenden Zahlungen seitens einer Betreibergesellschaft, ihre Zustimmung zum Bau von vier Windrädern gegeben, wohl nicht bedenkend, welche Belastung für alle Anlieger entstehen wird.
Ein Antrag auf Veränderung des Flächennutzungsplanes wurde bereits gestellt. Die Anlieger des Waterender Weges wurden weder von dem Vorhaben in Kenntnis gesetzt, noch in die Planung miteinbezogen.
Haben nicht auch wir alle und nachfolgende Generationen ein Recht auf ein Stückchen unverbaute, unbeschädigte Natur?
Natürlich müssen wir für erneuerbare Energien sorgen, doch muss deswegen ein so intaktes Landschaftsschutzgebiet nachhaltig zerstört werden? Ein Hilferuf an alle, die noch in irgendeiner Form uns helfen können, den Bau dieser Windräder zu verhindern. Rettet das Waterende!
Christiane Freels
