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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Gerangel um Kammer-Spitze

19.09.2008

OLDENBURG Gerhard Schwetje aus Cramm bei Wolfenbüttel, dort Kreislandwirt, soll Vizepräsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen (Oldenburg) auf Arbeitgeberseite werden – und Heinrich Gruppe aus Deensen in der Nähe von Stadtoldendorf auf Arbeitnehmer-Seite. Das erfuhr diese Zeitung aus informierten Kreisen. Die endgültigen Entscheidungen fallen am 27. November. Dann wird auch ein neuer Präsident gewählt. Favorit des Landvolks ist Johann Arendt Meyer zu Wehdel (Badbergen/Kreis Osnabrück). Der amtierende Co-Präsident Friedrich Scholten sagte auf Anfrage dieser Zeitung nur, er werde auch der künftigen Kammerversammlung angehören.

Vorabstimmungen für die Vizepräsidenten-Wahl auf beiden Seiten zeigen nach Meinung von Insidern: Risse zwischen den Vertretern der einstigen Kammern Hannover und Weser-Ems sind immer noch nicht gekittet.

138 Kammerversammlungs-Mitglieder sind inzwischen gewählt. Allerdings: nicht wirklich gewählt. Es gab nicht mehr Vorschläge als zu wählende Mitglieder. 30 Mitglieder werden noch – ohne Wahl – berufen. Das sind Vertreter des Gartenbaus, der Forst, sechs der Landfrauen, der Fischerei oder der Ökologie. Macht zusammen 168 und – was regional wichtig ist – 99 von ihnen aus dem bisherigen Kammerbezirk Hannover. Das Ziel, „kleiner als der Landtag“ zu werden, ist damit nicht erreicht.

Übergangsweise gibt es neben den beiden Präsidenten – Fritz Stegen (Bokel) sowie Friedrich Scholten (Nordhorn), dem vor drei Jahren die alleinige Nachfolge quasi bereits zugesagt worden war – gleich vier Vize. Siegfried Hensel (Wolfenbüttel) und Manfred Rauert (Molbergen) waren das auf Arbeitnehmer-Seite. Hensel ist erkrankt, Rauert scheiterte jetzt, obwohl beide Gewerkschaften ihn vorschlugen, bei der Probeabstimmung im Arbeitnehmer-Lager mit nur 40 Prozent der Stimmen – das entspricht dem Weser-Ems-Anteil – an Heinrich Grupe. Die Hannoveraner hatten die Kampfkandidatur schon angekündigt.

Vizepräsidenten auf Arbeitgeber-Seite waren bisher Henning Ziegenmeier (Lehrte) und Meyer zu Wehdel. Meyer zu Wehdel wird als Präsident vorgeschlagen, die Hannoveraner Seite verständigte sich auf Gerhard Schwetje als neuen Vize. Er war bisher nicht im Vorstand.

Um die Positionen im 15-köpfigen Vorstand, dem wichtigsten Gremium der Kammer, gab und gibt es das nächste Tauziehen.

Bei zehn Vorstandsmitgliedern für die Arbeitgeber – die Kammer hat allerdings elf Bezirksstellen und es gibt neun Landvolkbezirke – stünden Weser-Ems nur vier zu; damit wären Oldenburg-Nord (mit wohl wieder Peter Cornelius aus Butjadingen), Oldenburg-Süd (mit Cloppenburg und Vechta und Jürgen Seeger aus Großenkneten), Ostfriesland, Osnabrück (auch MdB Schirmbeck war im Vorstand) und Emsland/Bentheim (Bernd Brand aus Meppen sowie Scholten) nicht wirklich zufrieden zu stellen. So gibt es nach Informationen dieser Zeitung die Absprache, die Vorsitzenden des Finanzausschusses (erneut Hartmut Danne aus Osterode) und des Personalausschusses (Erich Hinrichs aus Wittmund ist Kandidat) mit beratender Stimme in den Vorstand zu „kooptieren“. Das macht zwölf Ämter für die Arbeitgeber in elf Außenstellen.

Die Landfrauen erhalten offenbar eine Position. Aber auch die Gärtner – Friedrich Schulz aus Papenburg und Renke zur Mühlen aus Bad Zwischenahn – wollen vertreten sein.

In manchen Gebieten könnte es spannende Abstimmungen geben, wobei auch zu bedenken ist, dass für Meyer zu Wehdel bald ein neuer Landvolk-Vize für Niedersachsen zu wählen sein wird. Es sind also weitere Posten zu verteilen.

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