Wildeshausen - „Das Geschäft läuft gut“, grinst Jürgen Koch. Der Wildeshauser, den viele aus seiner langjährigen Tätigkeit als Stadtbrandmeister kennen, hat mit Ehefrau Irmgard den Hausstand entrümpelt und bietet seine Schätze an diesem Sonntag auf dem Flohmarkt am Wildeshauser Fillerberg an. Besonders das blau-weiße Geschirr mit dem Zwiebelmuster ist beliebt bei den Kunden.

Am Stand nebenan ist Inge Hildebrandt gerade damit beschäftigt, einer Kundin die Vorzüge des Wildeshausen-Spiels zu erläutern, das ihre Familie nicht länger benötigt. „Der Platz hier ist toll, alles ist schön weitläufig und die Kundschaft gut gelaunt“, lobt die Wildeshauserin.

Das finden auch Heidemarie und Wolfgang Emde aus Vegesack. „Wir haben 40 Jahre selbst gesammelt und fahren jetzt – wo wir Rentner sind – sporadisch auf schöne Flohmärkte, um unsere Schätze weiterzuverkaufen“, erzählt Wolfgang Emde.

Neben den privaten Anbietern locken auch zahlreiche professionelle Flohmarktverkäufer Tausende von Besuchern an diesem sonnigen Sonntag auf den Fillerberg. Während die Erwachsenen bummeln, toben die Kleinen in der Hüpfburg oder gönnen sich ein Eis. Und wer Hunger auf etwas Deftiges hat, ist am Fisch- oder Bratwurststand bestens bedient. Nur die Hitze macht einigen Besuchern etwas zu schaffen.

„Wir schleppen dieses Ding hier jetzt nach Hause, füllen es mit eiskaltem Wasser und legen uns dann rein“, schmunzelt ein älteres Ehepaar, während es mit hochrotem Kopf eine alte Zinkbadewanne zum Auto schleppt.