„Ich freue mich, heute hier zu sein“, begrüßte Jugendpfarrer Ludger Zumdohme die Besucher. Die KLJB (Katholische Landjugendbewegung) Bösel hatte am Sonntag zur Traktorenweihe eingeladen. Als erstes entschuldigte sich Zumdohme für das schlechte Wetter. „Normalerweise ist der Pastor für das gute Wetter zuständig, da ist bei mir wohl etwas schief gelaufen.“ In der Tat hatte der Wettergott überhaupt kein Einsehen: Es schüttete pausenlos.

Dies wirkte sich auf die Zahl der Besucher und der Traktoren aus: Nur knapp 20 Traktorbesitzer hatten den Weg zum Kronsberg gefunden. „Mit der Treckerweihe wollen wir zeigen, dass Landwirtschaft und Kirche zusammengehören“, sagte Benjamin Dierks, Vorsitzender der KLJB Bösel. „Alle unsere Traktoren sind gesegnet worden, so wollen wir auch unsere neuen segnen lassen“, sagte Heinz Jöring aus Glaßdorf. „Die Fahrzeuge erleichtern unser Leben“, sagte Pfarrer Zumdohme in seiner Ansprache. Gott habe die Menschen die Trecker erfinden lassen, so dass die Landwirte das Leben leichter hätten.

Nach der Treckerweihe war gemütliches Beisammensein angesagt. Die KLJB hatte gebacken und für ein leckeres Kuchenbüfett gesorgt.

Fast 25 Mitglieder der Siedlergemeinschaft Bösel machten sich mit ihren Fahrrädern jetzt auf den Weg nach Westerholt. Hier wurde von der Gruppe das Ziegeleimuseum besichtigt. Die alte Ziegelei ist 1966 stillgelegt worden. Die Gebäude sollten eigentlich abgerissen werden. Der dann gegründete Museumsverein Alte Ziegelei verhinderte dies aber. Heute ist das Ziegeleimuseum ein beliebtes Ausflugziel.

Nachdem sich die Siedlerfreunde ausgiebig über die Herstellung von Ziegelsteinen und die Arbeitstechniken informiert hatten, stärkten sich die Böseler mit leckeren Grillwürstchen für die Heimfahrt.


Nach ach dem Feldbegang des Böseler Ortslandvolk-Verbandes konnte der erste Vorsitzende, Günter Wienöbst, noch eine Ehrung vornehmen: Bis zum Frühjahr dieses Jahres war Heinz Sprock (ovales Bild) Vorsitzender des Vereins gewesen. 14 Jahre lang – seit 1998 – war er als Vorsitzender tätig. „Du hast das immer sehr gut gemacht“, lobte Wienöbst. Er überreichte einen Präsentkorb. Auch Bürgermeister Hermann Block lobte Sprocks ehrenamtliches Engagement.