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Sanierung Gespanntes Warten im Olantis-Hallenbad

Oldenburg - Fast auf den Tag genau acht Jahre nach seiner Eröffnung ist das Hallenbad des Olantis-Huntebades am Donnerstag für Revisionsarbeiten vorübergehend geschlossen worden. Um 5.30 Uhr öffnete Schwimmmeister Timo Ukena das Ablassventil der Anlage, wenige Stunden später war der Wasserstand im Schwimmerbecken schon um zehn Zentimeter gefallen.

Fliesenschäden

„Wir sind gespannt, was nun passiert, wenn der auf den Fliesen lastende Wasserdruck entfällt“, beschreibt Ukena die Gefühlswelt der Mitarbeiter des Olantis. In den vergangenen Jahren hatten sich die Fliesen an den Beckenrändern- und -böden als Schwachstelle erwiesen. Immer wieder mussten Taucher in einem speziellen Klebeverfahren defekte Fliesen austauschen und neue verkleben (die NWZ  berichtete).

Wenn das Wasser komplett abgelassen ist, das wird am Dienstag nächster Woche der Fall sein, werden Ukena, Olantis-Geschäftsführer Thorsten Brandt und ein Gutachter das Bad inspizieren und die Schäden protokollieren. Erst dann wird sich entscheiden, in welchem Umfang das Bad saniert werden muss. 1,1 Millionen Euro sind für die Reparaturarbeiten im Haushalt der Stadt eingeplant.

Technik wird saniert

Auch in den Bereichen Technik und Wasseraufbereitung wird die Schließung genutzt, um das Filtermaterial auszutauschen. Das passiere grundsätzlich alle vier Jahre. Das Material in den Filtern werde alle zwei Jahre aufgefüllt. Zudem werden die Schieber, Klappen und Pumpen gewartet und gegebenenfalls ausgetauscht.

Das Freibad und die Sauna und Wellnesswelt sind nicht betroffen von den Arbeiten im Hallenbad. „Der Umkleidebereich und die Duschen können von den Gästen des bereits geöffneten Freibades genutzt werden“, erklärt Eva Bossaller, Leiterin des Olantis-Marketings, die Veränderungen gegenüber der Vorsaison. Die Kasse des Freibades bleibt bis zum Abschluss der Sanierungsarbeiten geschlossen.


Zu spät geprüft

Nach Einschätzung von IHK-Gutachter Claus-Dieter Schmidt „ist es nicht normal, dass sich die Verfliesung in den Becken nach einer Betriebszeit von fünf Jahren löst.“ Ein Gutachter hätte wesentlich früher eingeschaltet werden müssen, um die Problematik möglichst vor Ablauf der Gewährleistung zu dokumentieren. „Der Supergau tritt ein, wenn die Beckenköpfe und der Überlauf, also die Ränder des Beckens, betroffen sind“, hatte Fliesenpapst und Gutachter Christoph Saunus aus Alt-Duvenstedt Anfang des Jahres ebenfalls auf Nachfrage der NWZ  erklärt.

Doch bis zur Feststellung des tatsächlichen Schadens bleiben dem Olantis-Team noch ein paar Tage  Zeit – gespanntes Warten.

Thomas Husmann
Thomas Husmann Redaktion Oldenburg
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