Strückhausen/Jade - Die durchschnittliche Milchleistung der Kühe stagniert. Der Trend zu größeren Herden hält weiter an. Die durchschnittliche Herdengröße liegt bei 107 Kühen: Das sind die Eckdaten, die aus dem druckfrischen Jahresabschlussbericht 2012/2013 des Milchkontrollvereins Strückhausen hervorgehen.
Zu den Fakten: Im Milchkontrollverein Strückhausen sind 68 Betriebe – im Vorjahr waren es noch 69 – aus den Gemeinden Ovelgönne, Jade, Stadland sowie aus den Städten Brake und Elsfleth organisiert. 7283 Kühe werden in diesen Betrieben gemolken, somit 134 mehr als im Vorjahr. Die durchschnittliche Milchleistung lag bei 7721 Kilogramm pro Jahr, das sind 37 Kilogramm weniger als im Vorjahr.
„Wir können mit dieser Milchleistung durchaus zufrieden sein“, sagt Gustav Döding, Geschäftsführer des Milchkontrollvereins. Im Gespräch mit der NWZ betont er, dass die Tiergesundheit absoluten Vorrang habe.
Döding ist ein Experte mit großer Erfahrung. Seit nunmehr 51 Jahren lenkt er die Geschicke des Milchkontrollvereins und weiß die Entwicklung in der Milchwirtschaft durchaus positiv zu schätzen.
„Die Zeiten des Anbindestalls sind vorbei. Heute wird wesentlich besser auf die Bedürfnisse der Tiere eingegangen“, sagt der 74-Jährige. Er weiß, dass den Tieren in den zahlreichen Betrieben große Bewegungsfreiheit eingeräumt wird. Zudem sei das Stall-Klima über die Jahrzehnte wesentlich verbessert worden. „Milchkühe werden nicht mehr so warm gehalten wie früher. Und das gefällt den Tieren“, betont Döding.
Der Milchpreis zeige sich derzeit recht stabil, schließlich sei die Milch auch auf dem Weltmarkt stark gefragt, freut sich Döding.
Auf der Jahreshauptversammlung, die der Vorsitzende Cord von Runnen leitete, wurde der Vorstand und die Geschäftsführung einstimmig entlastet. Das Vorstandsmitglied Leenert Cornelius wurde einstimmig wiedergewählt. Für den turnusgemäß ausscheidenden Kassenprüfer wurde Gerriet Bruns neu gewählt.
