Bösel/Altenoythe - „Wir sind nicht gegen Windenergie, aber einen Windpark mit 15 Anlagen von je 185 Meter Höhe in ein Gebiet zu quetschen, in dem viele Wohnhäuser nur einen Abstand von 500 bis 1000 Meter haben werden, ist Wahnsinn und für uns nicht nachvollziehbar“, machen Marion und Heinz Thyen in einer Mitteilung an die NWZ deutlich. Das Böseler Ehepaar gehört zu denen, deren Haus in der Nähe des geplanten Windparks Kündelmoor in Bösel stehen. Und sie gehören zu einer Bürgerinitiative, die sich kürzlich gegründet hat, um die Interessen der betroffenen Anlieger aus Bösel und Altenoythe zu vertreten (die NWZ berichtete).
Ihre größten Sorgen: „Die massiven Auswirkungen für unser weiteres Leben durch Schattenschlag, Blinkfeuer in der Nacht, Infraschall und Lärm sind erschreckend und bedrohlich.“ Sie fragen sich, warum die Gemeinde Bösel bei solch großen Anlagen auf einen Mindestabstand von 500 Metern beharrt? Den Abstand zu erhöhen, liege allein in den Händen der Gemeinde. „Liegt der Gemeinde Bösel nicht das Wohl der Bürger am Herzen?“, heißt es in dem Schreiben. Die Gesundheit der in diesem Gebiet lebenden Menschen sei „unbezahlbar und sollte mehr Wert sein als Geld“, machen Thyens deutlich.
Das nächste Treffen der Bürgerinitiative Kündelmoor ist am Montag (siehe Info-Kasten).
