NWZ
. Unwirtschaftliche Kliniken müssen zusammengelegt werden. Quante kritisierte die kleinteiligen Strukturen in Niedersachsen, die zu teuer seien. Das Land muss mehr tun, das kann nur durch Fusion geschehen.Der Landesrechnungshof hatte jüngst gerügt, dass die Landesregierung Fördermittel in nicht zukunftsfähige Standorte investiere. Die Fusion von Kliniken und die Schließung von Fachabteilungen seien unausweichlich. Die Grünen sehen das ähnlich. Auf Dauer kann man nicht 200 Standorte aufrechterhalten, sagte die Grünen-Gesundheitsexpertin Ursula Helmhold derNWZ
. Jedes fünfte Krankenhaus im Land sei von Insolvenz bedroht.Das Gesundheitsministerium wies die Kritik zurück. Kein anderes Bundesland hat in den vergangenen Jahren so viele Betten abgebaut wie Niedersachsen, sagte Ministeriumssprecherin Heinke Traeger. Priorität habe eine qualitativ hochwertige und wohnortnahe medizinische Versorgung. Die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft erklärte, bürokratische Vorschläge könnten nicht das Finanzierungsproblem lösen.
Das Land will an der Zahl der Standorte nichts ändern, aber die Kliniken rentabler machen. Dafür ist eine Änderung des Krankenhausgesetzes geplant. Diese sieht etwa eine Abkehr von der Förderung nach Bettenzahl vor.
