Garrel - Ein großer Wurf soll mit dem Gesundheitszentrum an der Hauptstraße auf der Freifläche neben der Marien-Apotheke in Garrel gelingen. Angeschoben worden war das Projekt von Dr. Gisela Werber, Inhaberin der Apotheke nebenan und Investorin. Doch das Projekt ist ins Stocken geraten. Der Vermarkter ist mittlerweile ausgeschieden.
Im Gespräch mit der NWZ versicherte Gisela Werber aber jetzt: „Die Planungen für das Gesundheitszentrum sind in vollem Gange.“ Noch in diesem Jahr möchte sie mit dem Bau des Gebäudes beginnen.
In dem Gebäude an der Hauptstraße sollen mehrere medizinische Bereiche Platz finden. Mit welchen Partnern das Projekt realisiert werde, stehe noch nicht fest, so Gisela Werber. „Ich stehe mit verschiedenen Interessenten in Verhandlung und habe mit ihnen Verschwiegenheit vereinbart.“ Deshalb können sie keine konkreten Aussagen dazu treffen.
Ausgestiegen ist jedenfalls die Sozialstation Garrel-Bösel der Caritas. Sie wollte dort mit einer Tagespflege einziehen – eine Ansiedlung, die eine Signalwirkung erzielen sollte. Doch nachdem die Sozialstation über Monate nichts mehr gehört hatte, verfolgt sie nun andere Pläne für eine Tagespflege in Garrel, sagte Geschäftsführer Franz-Josef Ferneding im Gespräch mit der NWZ . „Es ist schade, wir hatten großes Interesse“, so Ferneding. „Wir sehen uns in der gesellschaftlichen Pflicht“, begründet er den Schritt, das Angebot um die Tagespflege erweitern zu wollen.
Für die Vermarktung des Gesundheitszentrums hatte Dr. Werber die API Apotheken-Praxen-Immobilien-Marketing GmbH mit Sitz in Bad Rothenfelde engagiert. Doch die Zusammenarbeit ist nach NWZ -Informationen mittlerweile beendet. Zu den Gründen machte Gisela Werber auf Nachfrage keine Angaben.
Auch das Friesoyther Krankenhaus war seinerzeit als potenzieller Mieter bekannt gegeben worden. Wie berichtet, sollte ein Facharzt für Orthopädie an drei Tagen in der Woche die geplante Multifunktionspraxis im Erdgeschoss für eine Sprechstunde nutzen können. Es habe einige Gespräche mit der API gegeben, irgendwann seien diese dann aber versiegt, berichtete der Geschäftsführer des St. Marienhospitals, Bernd Wessels. Bislang habe er weder einen Gebäudeplan noch eine Finanzierungsgrundlage gesehen, so Wessels. Die Gemeinde Garrel sei aber weiterhin „sehr interessant“ für die Ansiedlung eines Facharztes für Orthopädie. Angebote werde man genau prüfen.
