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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Geteilte Entwicklung in Region

08.08.2014

Oldenburg Rosige Aussichten für die Landkreise Vechta und Cloppenburg, schlechte Perspektiven für Wilhelmshaven und den Kreis Friesland: Die Region Bremen-Oldenburg hat sich im Hinblick auf die Erwerbstätigkeit in den vergangenen Jahren unterschiedlich entwickelt. Ein Trend, der sich künftig eher noch verfestigen wird, wie aus einer am Donnerstag vorgestellten Studie der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Pricewaterhouse-Coopers (PwC) in Kooperation mit dem Hamburgischen Welt-Wirtschafts-Institut (HWWI) hervorgeht. „Die Region ist zweigeteilt“, sagt Dr. Thomas Ull, Leiter des Bereichs Familienunternehmen und Mittelstand bei PwC in der Geschäftsregion Nordwest.

Wie aus der Studie hervorgeht, die die Entwicklung in 402 Kreisen und kreisfreien Städten untersucht hat, ist im Stützungszeitraum von 2000 bis 2011 in 13 von 15 Teilen der Region Bremen-Oldenburg die Erwerbstätigkeit gestiegen. Einzig im Kreis Friesland (minus 4 Prozent) und in Wilhelmshaven (minus 2 Prozent sei sie zurückgegangen. Die größten Anstiege gab es in den Kreisen Vechta (plus 31,4 Prozent) und Cloppenburg (plus 32,3 Prozent).

Positiv wird vermerkt, dass in allen 15 Teilen der Region die Zahl der Hochqualifizierten zwischen 2000 und 2011 gestiegen ist. Spitzenreiter sind hier der Kreis Vechta (plus 79,5 Prozent) und die Stadt Oldenburg (plus 71,2 Prozent).

In einem zweiten Schritt wurden in der Studie vier Zukunftsszenarien entwickelt, wie sich die Erwerbstätigkeit bis 2030 entwickelt: ein Basisszenario, das den Status quo einfach bis 2030 fortschreibt, ein Polarisierungsszenario, das davon ausgeht, dass sich die Trends noch verstärken, ein Konvergenzszenario, bei dem sich die Trends tendenziell abschwächen, sowie ein Wachstumsszenario, bei der alle Regionen von positiven Entwicklungen profitieren.

„Auffällig ist, dass es bei allen Szenarien in der Region sehr große Unterschiede im Hinblick auf die Entwicklung der Erwerbstätigkeit gibt“, sagt Ull. Die Kreise Vechta und Cloppenburg weisen demnach in allen Szenarien zweistellige Wachstumsszenarien auf, im Basisszenario etwa plus 11,7 Prozent (Vechta) und plus 10,5 Prozent (Cloppenburg). Leichte Zuwächse gibt es hier im Kreis Ammerland (plus 1,3 Prozent) und den Städten Bremerhaven (plus 1,3) und Oldenburg (plus 0,2). Demgegenüber muss der Kreis Oldenburg leichte Einbußen (minus 2,9) hinnehmen. Besonders stark geht im Basisszenario die Erwerbstätigenzahl im Oldenburger Land in den Städten Wilhelmshaven (minus 13,2 Prozent) und Delmenhorst (minus 8,6) sowie den Kreisen Friesland (minus 11,9) und Wesermarsch (minus 8,8) zurück.

„Das Oldenburger Münsterland ragt mit diesen Zahlen auch im bundesweiten Vergleich heraus“, sagt Ull und verweist u.a. auf die vergleichsweise günstige demografische Entwicklung und die endogen gewachsene Wirtschaftsstruktur. „Vor allem der Kreis Friesland und die Stadt Wilhelmshaven müssen dagegen Lösungen finden, wie dem Schrumpfungsprozess entgegengearbeitet werden kann“, so Ull weiter.

Mit Blick auf die Handlungsstrategien sieht er vor allem zwei Schlüsselpunkte. „Entscheidend sind der Ausbau der Infrastruktur und eine bessere Vernetzung“, sagt Ull. In Sachen Vernetzung müsse sowohl die interkommunale Zusammenarbeit als auch der Austausch über die Grenze mit den Niederlanden weiter ausgebaut werden. In Sachen Infrastruktur setzt Ull u.a. auf die Weservertiefung und den Bau der Küstenautobahn A20. „Die A1 und die A31 haben sich zum Rückgrat für die Entwicklung im Oldenburger Münsterland und im Emsland entwickelt. Eine ähnliche Chance könnte auch die A20 für das nördliche Oldenburger Land, insbesondere die Wesermarsch und das Ammerland, bieten“, so Ull.

Jörg Schürmeyer
Redakteur
Wirtschaftsredaktion
Tel:
0441 9988 2041

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