Osterscheps - Kulturwerte des landwirtschaftlichen Brauchtums pflegen, aber auch die Funktion der alten Landmaschinen der Öffentlichkeit vorstellen, das wollen die „Smeerjungs“, eine Technikgruppe des Westerschepser Heimatvereins „Vergnögde Goodheit“. Die Gruppe unter der Führung von Frank Jeske und Gerold Deeken hat alte Maschinen und Geräte für das Museum „am Wurnbarg“ wieder instand gesetzt.

Mit diesen Geräten – wie alte von Pferden gezogene Mähmaschinen, Mähbinder und weiteren historischen Landmaschinen – ließen sie jetzt auf einem ein Hektar großen Getreidefeld in Osterscheps die Geschichte der früheren Landwirtschaft wieder lebendig werden. Dabei verdeutlichten sie den Gästen, die das Mähen anno dazumal verfolgten, dass die Erntezeit früher harte Knochenarbeit war. Wie zu den Zeiten der Urahnen wurde deutlich, dass das Einbringen des Getreides arbeits- und personalintensiv und körperlich anstrengend war.

Anfangs demonstrierten Vereinsmitglieder, wie das Korn mit der Sense gemäht wurde. Danach kamen verschiedene Maschinen zum Einsatz. Viel Handarbeit erforderte noch das Zusammenlegen des von einer pferdegezogenen Mähmaschine gemähten Korns. Die von zwei Schimmeln gezogene historische landwirtschaftliche Maschine lenkte bei den vielen Besuchern die Blicke auf sich, auch als die Pferde anfangs etwas scheuten.

Ein hinter einem Trecker gespannter Mähbinder (Selbstbinder) schaffte es bereits, das Korn beim Mähen gleichzeitig zu Garben zu bündeln. Ein alter Mähdrescher aus dem Jahre 1960, der von dem landwirtschaftlichen Lohnunternehmen Harries zu Verfügung gestellt wurde, revolutionierte mit seinen 34 PS zur Mitte des vergangenen Jahrhunderts bereits die Feldarbeit.

Das gemähte Getreide wird am 12. Oktober mit Dreschflegeln und einer historischen Dreschmaschine weiterverarbeitet. Bei diesem Dreschfest, das auf dem „Wurnbarg“ stattfindet, gibt es auch „Bookweten-Janhinnerk“.