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NEERSTEDT -
Bürgermeister Heino Pauka
betonte, dass sich die Verwaltung intensiv mit dem Problem befasst habe. Was wir machen konnten, haben wir getan, sagte er über die Gespräche mit der WLO und dem Niedersächsischen Städte- und Gemeindebund. Der Heidkamper Weg sei ein ärgerlicher Fall, aber er sei kein Einzelfall. Nunmehr gebe es die Zusage von Navteq, dass die Straße aufgenommen werden solle. Grundsätzlich gebe es ein Problem mit der Aktualisierung der Karten durch die Hersteller einerseits. Anderseits seien viele Fahrer auch mit alten Versionen unterwegs.
Hans-Werner Aschoff,
Geschäftsführer des Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Landkreis Oldenburg (WLO), hatte sich auch in den Neerstedter Fall eingeschaltet. Für ihn sind die Gemeinden gut beraten, die neuen Straßen und Gewerbegebiete rechtzeitig an die Kartenhersteller zu melden. Er verwies auf die Möglichkeit des direkten Eintrags auf den Internetseiten der beiden großen Anbieter Navteq und TomTom. Den örtlichen Firmen könne er nur raten, bei Problemen auf den Briefköpfen eine bereits in den Navis vorhandene Adresse anzugeben mit dem Verweis, wie es von dort zur neuen Adresse gehe.
Beim Deutschen Städte- und Gemeindebund
ist ein jahrelanges Problem wie Neerstedt bisher nicht bekannt gewesen. Ein krasser Fall, aber eine Ausnahme, so Carsten Hansen, Leiter Wirtschaft, Tourismus und Verkehr, beim DSTGB in Berlin. Üblicherweise handele es sich nur um ein zeitlich befristetes Problem, da die Karten der Navigationsgeräte ständig überarbeitet würden. Hansen bestätigte, dass es keine zentrale Stelle in Deutschland gebe, die die Daten gebündelt für die Navi-Geräte annehme. Vielmehr handele es sich um Unternehmen, die Produkte entwickeln. Angesichts der Konkurrenzsituation habe sich gezeigt, dass neue Daten schnell aufgenommen würden. Dabei sei es allerdings kaum möglich, eine 1:1- Gleichheit zur Realität zu erreichen. Neben eigenen Erfassungen der Unternehmen würden die Meldungen der Verkehrsteilnehmer und Anlieger per Internet verwandt. Er erinnerte daran, dass es für Lastwagen oft spezielle Software gebe. Sein Tipp: Unternehmen und Gemeinde sollten sich möglichst früh an die Kartenhersteller wenden und neue Straßen mitteilen.