• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • nordbuzz
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
 
NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

PSA-Chef Tavares: Opel-Übernahme auf gutem Weg

26.07.2017

Paris/Rüsselsheim (dpa) - Die Übernahme des Autobauers Opel kommt nach Einschätzung des Käufers PSA gut voran. "Bisher läuft es sehr gut", sagte PSA-Konzernchef Carlos Tavares. "Ich bin sehr zuversichtlich über die Art und Weise, diese Arbeit abzuschließen."

Der Chef des französischen Autokonzerns mit den Marken Peugeot, DS und Citroën wiederholte frühere Ansagen, wonach das sogenannte Closing der Verträge bis zum Jahresende abgeschlossen werden solle.

Vor der Übernahme glänzt PSA mit guten Geschäftszahlen. Im ersten Halbjahr kletterte der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 5 Prozent auf 29,2 Milliarden Euro. Den operativen Gewinn aus dem laufenden Geschäft steigerte der Autobauer dank teurer neuer Modelle und großer SUVs um 11,5 Prozent auf 2,04 Milliarden Euro.

Tavares versicherte, dass Opel aus eigener Kraft umgebaut werden solle. "Die Sanierung von Opel wird nicht von Paris aus gesteuert werden", sagte er - das müsse in Rüsselsheim gemacht werden. "Der Turn-Around-Plan wird unter die Aufsicht von (Opel-Chef) Michael Lohscheller gestellt." Tavares fügte hinzu: "Opel wird über seine Produktpalette entscheiden." Er machte gleichzeitig deutlich, dass Opel "viele Synergien" mit den Marken von PSA suchen werde.

Mit Blick auf Kartellvorwürfe gegen große deutsche Autobauer meinte Tavares: "Ich bin zufrieden, dass der Name Opel niemals zitiert wurde in allen Enthüllungen." Er warnte aber davor, dass die gesamte Automobilindustrie auf die Anklagebank geraten könnte. "Das Bild des Automobils verschlechtert sich in Europa. Ich finde das beunruhigend." Falls das Branchenimage schlecht sei, könnten Regelungsinstanzen und Behörden auf der öffentlichen Meinung "surfen" und Entscheidungen fällen, "die schwerwiegende Konsequenzen für die Zukunft der Autoindustrie in Europa haben könnten".

Als Opel-Käufer habe PSA von dieser Verschlechterung nichts zu gewinnen, fügte Tavares hinzu. Er wolle nach den Kartellenthüllungen nicht aggressiv gegen Branchenkonkurrenten vorgehen. "Wir planen derzeit keine besonderen rechtlichen Maßnahmen", resümierte er.

PSA übernimmt den deutschen Autobauer Opel vom US-Konzern General Motors. Die EU-Kommission hatte dem Deal Anfang des Monats ihren Segen erteilt. Die Franzosen sollen für das GM-Europa-Geschäft inklusive der britischen Opel-Schwester Vauxhall und der Finanzsparte rund 2,2 Milliarden Euro zahlen. Opel/Vauxhall beschäftigt etwa 38 000 Mitarbeiter in sieben europäischen Ländern, die Hälfte davon in Deutschland.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.