Wildeshausen - Welche positiven Eigenschaften habe ich? Wie geht es meinem Gegenüber gerade und wie viel Zeit verbringe ich vorm Fernseher oder Computer? Das sind einige Fragen, mit denen sich Schülerinnen und Schüler der Realschulklasse 7e an drei Tagen intensiv auseinandergesetzt haben.
Begleitet wurden die Zwölf- bis 14-Jährigen von ihrer Klassenlehrerin Elke Persikowski. „Das Projekt gibt es in dieser Form zum ersten Mal“, sagt Persikowski. „Die Schüler sollen über sich nachdenken und ihr eigenes Konsumverhalten reflektieren.“ Am ersten Tag stand daher Theorie für die Schüler auf dem Plan. In kleinere Gruppen aufgeteilt hieß es für die Jugendlichen, ihr eigenes Konsumverhalten auf Plakate zu schreiben, jedoch ohne Angabe des Namens. Anschließend sollten die Schüler den Begriff Droge definieren und Ursachen von Sucht aufzählen.
Am zweiten Tag stellten die Jugendlichen Gipsmasken her und versuchten in kleineren Arbeitsgruppen anhand der Mimik, die die Masken zeigten, die Gefühlslagen zu analysieren. Am letzten Tag drehte sich noch einmal alles um das Thema Drogen und warum Menschen überhaupt dazu greifen. Außerdem konnten die getrockneten Gipsmasken bunt bemalt werden.
Anschließend wurden diese auf Plakate geklebt und von den Schülern mit positiven Eigenschaften über sich selber beschriftet. „Den Jugendlichen fällt es oft schwer, etwas Positives über sich aufzuschreiben. Das zu lernen, wird ihnen im späteren Berufsleben auch weiterhelfen und stärkt das Selbstbewusstsein“, sagt Persikowski. Abschließend dekorierten die Schüler 1,30 Meter breite Ballons mit Zetteln über Gefühle von Zusammenhalt, Wärme und Vertrautheit und hängten diese in der Pausenhalle auf.
„Die Schüler waren die ganze Zeit über sehr engagiert bei der Sache“, lobt die Klassenlehrerin. In Zukunft soll es weitere Projekte dieser Art geben. „Die Klasse 7a wird sich ebenfalls an dem Präventionsprojekt beteiligen. Wenn alles klappt, wird sich das Ganze die nächsten Jahre etablieren“, so Elke Persikowski.
