Oldenburg - Im ehemaligen Max-Bahr-Baumarkt an der Ammerländer Heerstraße tut sich wieder etwas. Knapp elf Monate nach der Schließung sind seit einigen Tagen Handwerker im Inneren des Flachbaus damit beschäftigt, das Gebäude für den geplanten Umbau herzurichten. Die Stadtverwaltung hat sich mit dem neuen Eigentümer, der Handelskette Globus, über die Modalitäten für die Einrichtung eines neuen Baumarkts geeinigt. Das bestätigte Stadtsprecher Reinhard Schenke auf Anfrage. Damit hat eine monatelange Unsicherheit für die bereits von Globus eingestellte künftige Belegschaft ihr glückliches Ende gefunden.
„Im Rahmen von Spitzengesprächen mit der Stadt und dem neuen Oberbürgermeister konnten wir eine akzeptable Lösung finden, die im Rahmen des Baurechtes umsetzbar ist“, berichtete Globus-Marketingleiter Jörg Lehmann der NWZ. Die von Globus gewünschte Vergrößerung des Marktes lehnt die Verwaltung jedoch ab. „Das Unternehmen muss mit der vorhandenen Fläche auskommen“, stellte Reinhard Schenke klar.
Aus Sicht von Jörg Lehmann stellt das kein Problem dar. Der Platz reiche für den Betrieb des Marktes aus. „Wir planen nun, mit der Umsetzung dieser Lösung in absehbarer Zeit zu beginnen.“ Der Umbau werde mit „aller Kraft und Energie“ vorangetrieben, damit der neue Baumarkt im Frühjahr eröffnen könne.
Wie berichtet, hatte die Max-Bahr-Kette im Zusammenhang mit der Insolvenz des Praktiker-Konzerns aufgeben müssen. Die Handelskette Globus, mit Sitz im saarländischen St. Wendel, übernahm in Niedersachsen fünf ehemalige Max-Bahr-Filialen, um daraus bis zum Herbst eigene Baumärkte zu machen.
Während diese Pläne in Göttingen, Salzgitter, Wolfsburg und Braunschweig ohne größere Schwierigkeiten umgesetzt wurden, kam das Vorhaben in Oldenburg nicht voran. Dabei hatte Globus bereits im Frühjahr 43 Arbeitsverträge für den Oldenburger Markt geschlossen – fast die gesamte Max-Bahr-Belegschaft wurde übernommen.
Der neue Eigentümer konnte bisher lediglich Dach und Fußboden des gelben Flachbaus sanieren, für weitergehende Arbeiten fehlte die Genehmigung. Die Bauvoranfrage sei unvollständig, erklärte die Verwaltung.
Nach einem Bericht in der NWZ von Mitte November über die unsichere Perspektive für die bereits eingestellten Mitarbeiter (sie arbeiten derzeit in anderen Globus-Märkten) kündigte Oberbürgermeister Jürgen Krogmann an, sich um eine Lösung des Problems kümmern zu wollen.
