Göttingen - Für mindestens eine Milliarde Euro soll die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) komplett neu gebaut werden. Das sieht der Generalentwicklungsplan vor, den die UMG am Montag in Göttingen vorgestellt hat. Die Infrastruktur des in den 1970er Jahren errichteten Klinikums sei völlig veraltet, sagte der UMG-Vorstand Heyo Kroemer. Ein stufenweiser Neubau bis zum Jahr 2033 sei günstiger als eine Sanierung der über 40 Jahre alten Gebäude. 150 Millionen Euro für den Neubau eines Bettenhauses habe das Land Niedersachsen bereits bewilligt.

Wissenschaftsministerin Gabriele Heinen-Kljajic (Grüne) wies darauf hin, dass auch die Medizinische Hochschule Hannover (MHH) erneuert werde. Die Gesamtkosten für beide Einrichtungen sollen mehr als zwei Milliarden Euro betragen. Das Land habe bereits ein Sondervermögen mit einem ersten Finanzierungsbeitrag von 600 Millionen Euro aufgesetzt.