Göttingen - Ein Unternehmen aus Südniedersachsen soll im großen Stil Schmiergelder gezahlt haben, um den Verkauf seiner Produkte im Ausland zu fördern. Die Schwerpunktstaatsanwaltschaft für Wirtschaftsdelikte in Braunschweig ermittele seit Sommer 2018 gegen führende Mitarbeiter der Firma und andere Personen wegen besonders schwerer Bestechung, sagte Behördensprecher Christian Wolters.
Es bestehe der Verdacht, dass zwei rechtlich voneinander unabhängige Gesellschaften des Unternehmens jahrelang in der Demokratischen Republik Kongo, in Nigeria und in Kasachstan Schmiergelder gezahlt haben. Ziel soll es gewesen sein, dass Ausschreibungen dort auf die von der Firma angebotenen Produkte zugeschnitten werden. „Es kommen möglicherweise ähnliche Delikte in weiteren Ländern hinzu“, so Wolters.
