Göttingen - Immer mehr Fahrschüler in Niedersachsen fallen durch die Prüfung. Die Quote der „Durchfaller“ im praktischen Teil ist nach Angaben des Kraftfahrtbundesamtes im dritten Jahr in Folge gestiegen. Sie lag 2017 bei 27,2 Prozent. 2014 waren es noch 24,8 Prozent. Im theoretischen Teil steigt die Durchfaller-Quote sogar schon seit vier Jahren in Folge – von 26,1 Prozent 2013 auf 33,9 Prozent im vergangenen Jahr.
Trotz der negativen Entwicklung schneidet Niedersachsen im Ländervergleich dabei noch relativ gut ab. Deutschlandweit lag die Durchfaller-Quote in der Theorie bei 36,8 und in der Praxis bei 28,1 Prozent.
Als Gründe für die höhere „Durchfallquote“ nennt der ADAC die zunehmende Komplexität des Verkehrs und die gestiegenen Anforderungen. Der niedersächsische Fahrlehrerverband weist zudem auf die steigende Zahl von Flüchtlingen hin, die sich zu den Prüfungen melden. Für viele Migranten sei vor allem der theoretische Teil mit größeren Hürden verbunden als für deutsche Muttersprachler, sagte der Verbandsvorsitzende Dieter Quentin.
