GORLEBEN - Der letzte Transport mit hoch radioaktivem Müll aus Frankreich in das Zwischenlager Gorleben wird nach Angaben von Atomkraftgegnern an diesem Mittwoch starten. Die Abfahrt des Zuges mit elf Castor-Behältern sei in der nordfranzösische Ortschaft Valognes gegen 14.30 Uhr vorgesehen, teilten in Gorleben Sprecher der Organisationen Greenpeace und der Protestgruppe ausgestrahlt mit.
Atomkraftgegner planen in der Region um Gorleben zahlreiche Proteste. Während des Transportes nach Gorleben wollen mehr als 50 Seelsorger im niedersächsischen Wendland bei Konflikten zwischen Polizei und den erwarteten Demonstranten vermitteln. Die Pastoren und Diakone seien an weißen Westen mit der Aufschrift Seelsorge zu erkennen, sagte der Lüchower Propst Stephan Wichert von Holten. Uns geht es darum, dass die gegenüberliegenden Seiten sich als Menschen wahrnehmen und nicht die Würde des anderen aufs Spiel setzen.
Unterdessen hat der Landkreis Lüneburg ein bei Dumstorf geplantes Protest-Camp der Atomkraftgegner endgültig verboten. Angemeldet hatte die Linken-Bundestagsabgeordnete Ulla Jelpke das Camp, so eine Behördensprecherin. Jelpke sei in mehreren Gesprächen nicht dazu bereit gewesen, auf zentrale Bedingungen für eine Genehmigung einzugehen.
