Cloppenburg - Die Jusos im Landkreis Cloppenburg fordern den Landtagsabgeordneten Clemens gr. Macke (CDU) auf, seine „Rolle“ in der Affäre um falsch deklarierte Bio-Eier und überbelegte Legehennen-Ställe öffentlich zu erklären. In einem Gespräch mit der NWZ  hat der Addruper Abgeordnete am Dienstag gesagt, er wisse nichts von irgendwelchen Ermittlungen.

Nach einem Bericht des „Spiegel“ ermittelt die Staatsanwaltschaft Oldenburg auch gegen einen Betrieb, der dem Landespolitiker gr. Macke gemeinsam mit dem Twistringer Landwirt Heinrich Tiemann gehört (die NWZ  berichtete).

Nach Ansicht des stellvertretenden Jusos-Vorsitzenden Jan Oskar Höffmann müsse der Addruper Landtagsabgeordneten „umgehend Stellung beziehen“, um die Vorwürfe „aus der Welt zu schaffen“. Die Wähler hätten einen Anspruch darauf zu erfahren, was an den Vorwürfen dran sei. Diese Affäre sei „nicht nur eine Belastung für die Landwirtschafts-Branche, sondern für das gesamte Oldenburger Münsterland“, so Höffmann weiter, der nun schnelle Antworten vom Landratsabgeordneten erwartet.

„Gegen mich ist noch nie ermittelt worden“, sagte gr. Macke. Zumindest wisse er nichts davon. Er habe bis zum Dienstag weder eine Benachrichtigung von der Staatsanwaltschaft noch vom Landkreis noch vom Veterinäramt erhalten. Die Fläche des Hofs in Addrup sei zweimal per GPS – also mit einem Satellitensystem – vermessen worden. Er wisse also nicht einmal, was ihm angeblich vorgeworfen werde, so gr. Macke. Was Tiemann angehe, könne er nichts sagen, weil er eben nichts wisse. Ob gegen Tiemann ermittelt werde, entziehe sich seiner Erkenntnis, so der Abgeordnete.